
Crocus chrysanthus
Auch bekannt als: Kleiner Krokus
An seinen zierlichen Blütenbechern mit der leuchtend goldgelben Mitte lässt sich der Kleine Krokus (Crocus chrysanthus) sofort erkennen. Da er bereits im Februar die ersten Farbakzente setzt, ist er ein wertvoller Bestandteil für die Artenvielfalt in deiner grünen Oase. Auch wenn für diese spezifische Art keine detaillierten Bestäuberlisten vorliegen, ist er als verlässlicher Frühlingsbote bekannt. Er bereichert naturnahe Gärten vor allem dort, wo er sich über Jahre ungestört ausbreiten darf. Schau doch mal genau hin, welche ersten Besucher sich an sonnigen Tagen an ihm erfreuen.
Goldener Frühstart: Die heimische Energiequelle für das erste Erwachen im Garten.
Nach aktuellen Bestäubungsdaten fungiert der Kleine Krokus als eine der ersten Nahrungsquellen im Gartenjahr. In einer Zeit, in der das Angebot an Nektar und Pollen noch sehr begrenzt ist, stellt er eine wichtige energetische Basis für früh fliegende Insekten dar. Da für diese Art keine spezifischen Daten zu Raupen oder spezialisierten Vögeln vorliegen, liegt sein Hauptwert in der Überbrückung der nahrungsarmen Zeit im Spätwinter. In Österreich, wo er zum heimischen Artenspektrum zählt, ist er ein fester Bestandteil der frühen Biodiversität. Die Samenreife findet unauffällig am Boden statt, bevor die gesamte Pflanze im Frühsommer in die Erde einzieht.
Der Kleine Krokus wird als nicht kindersicher eingestuft. Alle Pflanzenteile, insbesondere die unterirdischen Knollen, sind bei Verzehr unbekömmlich und können Unwohlsein hervorrufen. Eine theoretische Verwechslungsgefahr besteht mit der Herbst-Zeitlosen (Colchicum autumnale), die jedoch durch ihre deutlich spätere Blütezeit im Herbst und ihre viel größeren Blätter gut unterschieden werden kann.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mär – Mär
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.06 m
Wähle für den Kleinen Krokus einen sonnigen bis leicht halbschattigen Platz in deinem Garten. Er bevorzugt einen gut durchlässigen Boden, damit die Knollen während der winterlichen Ruhephase nicht durch Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) geschädigt werden.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen September und Ende November, solange der Boden offen und frostfrei ist.
Setze die Knollen etwa 5 bis 8 Zentimeter tief in die Erde.
Nach der Blüte ist es wichtig, die Blätter nicht vorzeitig abzuschneiden.
Erst wenn das Laub vollständig gelb und trocken ist, hat die Pflanze alle Nährstoffe zurück in die Knolle gezogen.
Eine Vermehrung erfolgt unkompliziert über Brutknollen (kleine Tochterknollen), die sich seitlich bilden.
Der Krokus ist recht anspruchslos und benötigt in der Regel keine zusätzliche Düngung.
Gute Partnerin: Die Frühlings-Knotenblume (Leucojum vernum) – beide Arten sind in der Region heimisch und teilen sich den frühen Blütezeitraum am Gehölzrand.
Der Kleine Krokus gehört zur Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae) in der Ordnung der Spargelartigen (Asparagales). In der Region ist er primär in Österreich als heimisch gelistet, während er in anderen Teilen Mitteleuropas häufig aus Gartenbeständen verwildert. Als typischer Geophyt (Pflanze, die den Winter als Knolle im Boden überdauert) nutzt er die Zeit vor dem Blattaustrieb der Bäume für seine Entwicklung. Er zeichnet sich durch schmale, grasartige Blätter mit einem markanten weißen Mittelstreifen aus.
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•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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