Bild folgtKI-generierte IllustrationCryphia simulatricula
Mit ihrer fein marmorierten, graugrünen Zeichnung fällt Cryphia simulatricula sofort auf, da sie auf mit Flechten bewachsenen Oberflächen fast unsichtbar wird. Dieser mittelgroße Nachtfalter aus der Gattung der Flechteneulchen bringt eine Generation pro Jahr hervor. Die Weibchen legen ihre Eier bevorzugt in Spalten von Baumrinde oder an Mauern ab, die mit Algen oder Flechten bewachsen sind. Ab Mai kannst du die Falter beobachten, wie sie in der Dämmerung aktiv werden. Die Raupen schlüpfen im Sommer und ernähren sich polyphag (von verschiedenen Nahrungsquellen), wobei sie gezielt Algen und Flechten auf Gestein oder alter Rinde abweiden. Im Gegensatz zu vielen anderen Eulenfaltern benötigen sie keine grünen Blätter als Nahrung. Die Überwinterung erfolgt als Larve (Raupe), die in geschützten Ritzen oder Moospolstern eine Winterruhe hält. Um diese Art zu fördern, solltest du auf das Reinigen von Steinmauern oder alten Gartenhütten mit dem Hochdruckreiniger verzichten. Erhalte alte Obstbäume mit natürlichem Bewuchs, denn dort findet der Nachwuchs seine Nahrung. Ein naturnaher Garten mit steinigen Elementen ist für diesen Überlebenskünstler ideal.
Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Es besteht keine Gefahr für Mensch oder Haustier, da das Tier weder beißt noch sticht. Da die Art warme Standorte schätzt und eher selten beobachtet wird, ist sie ein wertvoller Indikator für ein gesundes Mikroklima in deinem Garten.
Die Art gehört zur Familie der Eulenfalter (Noctuidae) und ist im Alpenraum, insbesondere in der Schweiz, als heimisch gelistet. Sie bevorzugt warme Temperaturnischen und ist auf das Überleben an Stein- und Holzoberflächen spezialisiert. Mit einer Körpermasse von etwa 0,027 Gramm gehört sie zu den mittelgroßen Vertretern ihrer Gattung. Ihre Lebensweise ist eng an das Vorkommen von Flechten und Algen gebunden, was sie ökologisch von den meisten blattfressenden Schmetterlingsraupen unterscheidet.
Körpergröße
medium
Nahrung
polyphagous
Überwinterung
larva
Temperatur
warm
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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