Bild folgtKI-generierte IllustrationCucullia campanulae
An ihrer markanten Kapuze, einer dichten Haarfrisur auf dem Rücken, lässt sich die Glockenblumen-Kapuzeneule (Cucullia campanulae) sofort erkennen. Dieser große Nachtfalter mit einer Körpermasse von etwa 0,06 Gramm ist monophag (auf eine Pflanzengattung spezialisiert) und nutzt ausschließlich heimische Glockenblumen (Campanula) als Lebensgrundlage. Du findest die Raupen im Sommer vor allem an der Pfirsichblättrigen Glockenblume (Campanula persicifolia) oder der Nesselblättrigen Glockenblume (Campanula trachelium). Die Falter sind von April bis September aktiv und bringen in der Regel eine Generation pro Jahr hervor. Während die erwachsenen Tiere Nektar an tiefgründigen Blüten trinken, fressen die Larven direkt an den Blüten und Fruchtständen ihrer Wirtspflanzen. Zur Überwinterung verpuppt sich die Art und verharrt als Puppe (Ruhestadium der Metamorphose) geschützt im Boden. Du kannst diesen kälteliebenden Gast fördern, indem du heimische Glockenblumen in sonnigen Beeten oder am Gehölzrand anpflanzt. Da die Art in der Schweiz verbreitet ist, hilft jeder naturnahe Garten mit Wildstauden dabei, ihre Bestände zu stützen.
Dieser Nachtfalter ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gast in naturnahen Gärten. Er besitzt weder einen Stachel noch kann er beißen. Da die Art spezialisiert und eher selten ist, solltest du die Raupen an ihren Futterpflanzen belassen und nicht umsiedeln.
Die Glockenblumen-Kapuzeneule gehört zur Familie der Eulenfalter (Noctuidae) innerhalb der Ordnung der Schmetterlinge. In Mitteleuropa ist sie als kälteliebende Art bekannt, wobei für die Schweiz 87 Beobachtungen dokumentiert sind. Mit ihrer schmalen Flügelform und der grauen Färbung ist sie hervorragend getarnt und ähnelt im Ruhezustand einem trockenen Holzstück. Die Raupen unterscheiden sich deutlich von den unscheinbaren Faltern durch ihre Zeichnung, die sie auf den violetten Blüten ihrer Futterpflanzen tarnt.
Körpergröße
large
Nahrung
monophagous
Überwinterung
pupa
Temperatur
cold
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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