Bild folgtKI-generierte IllustrationCyclamen persicum
Auch bekannt als: Zimmer-Alpenveilchen, Persisches Alpenveilchen
Mit ihren herzförmigen, silbrig gemusterten Blättern und den charakteristisch zurückgeschlagenen Blütenblättern fällt das Zimmer-Alpenveilchen (Cyclamen persicum) sofort auf. Als krautige Pflanze (nicht verholzendes Gewächs) ist sie eine der markantesten Erscheinungen im späten Winter. Da die Blütezeit bereits im Februar liegt, bringt sie Farbe in die graue Jahreszeit, noch bevor die meisten heimischen Wildpflanzen austreiben. Die Ausbreitung erfolgt über vergleichsweise schwere Samen, die oft von Bodenbewohnern über kurze Distanzen transportiert werden. Wenn du sie an einem kühlen Ort pflegst, zeigt sie dir zuverlässig das nahende Ende des Winters an.
Eleganter Wintergast: Die grazile Knollenpflanze für kühle Standorte.
Nach aktuellen Daten zur Biologie dieser Art liegt die Blütezeit sehr früh im Februar. Aufgrund der schweren Diasporen (Ausbreitungseinheiten der Samen) mit einem Gewicht von 9,75 Milligramm findet eine Kurzdistanz-Ausbreitung statt, bei der eine Tierverbreitung durch Bodenbewohner wahrscheinlich ist. Konkrete Bestäuberdaten für heimische Insekten liegen nicht vor, weshalb die Pflanze im Garten primär als Zierelement dient. Da sie nicht verholzt ist, bietet sie keine dauerhafte Struktur für holzbewohnende Arten. Ihr ökologischer Wert liegt vor allem in der frühen Bereitstellung von Biomasse nach dem Winter.
Das Zimmer-Alpenveilchen ist nicht kindersicher und in allen Teilen giftig. Besonders die Knolle enthält Giftstoffe, die bei Verzehr zu schweren Magen-Darm-Beschwerden führen können. Sollten Kinder oder Haustiere Teile der Pflanze verschluckt haben, kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Feb – Feb
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Standort: Wähle einen hellen, aber kühlen Platz ohne pralle Mittagssonne, idealerweise zwischen 12 und 15 Grad Celsius.
Gießen: Vermeide Staunässe (dauerhaft nasser Boden) und benetze die Knolle nicht; am besten über den Untersetzer wässern.
Pflanzzeit: Im März kannst du die Pflanze nach der Hauptblüte pflegen oder für die sommerliche Ruhephase vorbereiten.
Düngung: Während der Wachstumsphase alle 14 Tage schwach dosiert mit Nährstoffen versorgen.
Pflege: Verwelkte Blüten und Blätter immer mit einem kurzen Ruck mitsamt Stiel direkt von der Knolle abziehen.
Ruhephase: Sobald die Blätter im Frühjahr gelb werden, das Gießen fast einstellen, bis im Herbst der Neuaustrieb beginnt.
Gute Partnerin: Die Frühlings-Knotenblume (Leucojum vernum) – sie schätzt ebenfalls kühle, feuchte Standorte im zeitigen Frühjahr und ergänzt das Alpenveilchen ökologisch in einer naturnahen Frühlingsbepflanzung.
Das Zimmer-Alpenveilchen gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae) innerhalb der Ordnung der Heidekrautartigen. Ursprünglich stammt die Art aus dem östlichen Mittelmeerraum, wo sie bevorzugt in schattigen Felsspalten oder lichten Wäldern wächst. Es handelt sich um eine ausdauernde, krautige Pflanze, die aus einer unterirdischen Knolle austreibt. Morphologisch auffällig ist der Blatttyp: Die breitblättrigen, fleischigen Blätter bilden eine bodennahe Rosette, aus der die blattlosen Blütenstiele entspringen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →