Bild folgtKI-generierte IllustrationCylindera germanica (Linnaeus, 1758)
Du erkennst den Deutschen Sandlaufkäfer an seinem metallisch-grünlich bis bronzefarben glänzenden Körper und den hellen, punktförmigen Flecken an den Rändern der Deckflügel. Mit einer Körperlänge von 8 bis 11 Millimetern ist er ein flinker Jäger auf dem Boden. Er bringt pro Jahr eine Generation hervor, wobei der gesamte Lebenszyklus oft zwei Jahre dauert. Die Eier werden einzeln in den Boden abgelegt, bevorzugt an Stellen mit wenig Bewuchs und feuchtem Untergrund. Als räuberisches Insekt besucht er keine Blüten zur Nektaraufnahme, sondern jagt aktiv kleine Insekten und Spinnen auf offenen Bodenstellen. Die Larve lebt in einer vertikalen Bodenröhre und wartet dort als Lauerjäger auf Beute, die sie mit ihren kräftigen Kieferzangen packt. Zur Überwinterung zieht sich das Tier als Larve oder Käfer tief in den Erdboden zurück, um in Kältestarre (Zustand verlangsamten Stoffwechsels) zu verharren. Du kannst diesen nützlichen Gast fördern, indem du in deinem Garten offene, sonnige Bodenstellen mit festem Lehm oder Ton ohne dichten Bewuchs zulässt. Ein Verzicht auf Pestizide schützt seine Nahrungsgrundlage und sichert sein Überleben in deiner grünen Oase.
Völlig harmlos und ein nützlicher Gartenbewohner, der bei der natürlichen Schädlingskontrolle hilft. Die Art ist gesetzlich geschützt und darf nicht gefangen oder getötet werden. Da er sehr scheu ist und bei Störung sofort wegfliegt, kommt es kaum zu direktem Kontakt.
Der Deutsche Sandlaufkäfer (Cylindera germanica) gehört zur Familie der Laufkäfer (Carabidae). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist er heimisch, bevorzugt aber feuchtere Standorte wie Lehmböden oder Uferzonen. Auffällig sind seine langen Beine und die großen Facettenaugen (aus vielen Einzelaugen zusammengesetzte Sehorgane), die ihm bei der Jagd helfen. Von ähnlichen Arten wie dem Feld-Sandlaufkäfer unterscheidet er sich durch die eher matte Färbung und seine geringere Körpergröße.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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