Bild folgtKI-generierte IllustrationCyperus serotinus
Auch bekannt als: Cyperus serotinus
Unverwechselbar ist das Spätblühende Zypergras (Cyperus serotinus) durch seine rötlich-braunen Blütenährchen, die wie filigrane Schirme an der Spitze der hohen, dreikantigen Halme angeordnet sind. Dieses stattliche Sauergras bringt Struktur in feuchte Gartenbereiche und ist besonders wertvoll, da es erst spät im Jahr blüht. Da für dieses Gras keine spezifischen Insektendaten vorliegen, schätzt man es im Naturgarten vor allem als wichtigen Rückzugsort für die Uferfauna und als Wintersteher. Du solltest beim Pflanzen jedoch bedenken, dass das Gras aufgrund seiner scharfen Blätter nicht als kindersicher gilt.
Stattliches Ufergras aus Österreich: Ein spätblühender Blickfang für den Teich.
Obwohl für das Spätblühende Zypergras keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, erfüllt es wichtige ökologische Funktionen im Garten. Seine dichten Bestände bieten Amphibien und am Wasser lebenden Insekten wertvollen Schutz vor Fressfeinden. Die Samenstände, die im Herbst reifen, dienen als Nahrungsquelle für verschiedene Vogelarten in den Wintermonaten. Durch seine späte Blütezeit verlängert es die strukturelle Vielfalt am Teichufer bis weit in den Oktober hinein. In der freien Natur trägt es zur Stabilisierung von Uferböden und zur Selbstreinigung von Gewässern bei.
Das Spätblühende Zypergras ist nicht kindersicher. Die Blattränder und Stängelkanten sind sehr scharf und können bei unvorsichtiger Berührung zu schmerzhaften Schnittverletzungen an den Händen führen. Die Pflanze selbst gilt nicht als giftig, dennoch sollte sie wegen der mechanischen Verletzungsgefahr außerhalb der Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.71 m
Wähle einen Standort mit dauerhaft hoher Bodenfeuchte, idealerweise in der Flachwasserzone des Gartenteichs oder in einem Sumpfbeet.
Der Boden sollte nährstoffreich und humos (reich an zersetzter organischer Substanz) sein.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Achte auf einen sonnigen bis leicht halbschattigen Platz, damit die Blüte im Spätsommer voll ausreift.
Eine Vermehrung ist durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr unkompliziert möglich.
Schneide die Halme erst im Frühjahr zurück, da sie im Winter einen wichtigen Schutz für die Basis der Pflanze bieten.
Da das Gras Ausläufer bilden kann, ist in kleineren Teichen eine Pflanzung in einen Korb ratsam.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus) – beide heimische Arten teilen die Vorliebe für nasse Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Das Spätblühende Zypergras (Cyperus serotinus) gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) innerhalb der Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst in Mitteleuropa vor allem die wärmeren Lagen Österreichs. Als typischer Bewohner von Verlandungszonen (Übergangsbereiche vom Wasser zum Land) bevorzugt es wechselfeuchte Schlammböden. Ein besonderes Merkmal ist der markante, dreikantige Stängel, der Mark im Inneren führt und sehr stabil ist.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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