Bild folgtKI-generierte IllustrationDaphne laureola subsp. laureola
Auch bekannt als: Daphne laureola subsp. laureola
Schon von weitem fällt der Lorbeer-Seidelbast durch seine glänzenden, immergrünen Blätter auf, die wie kleiner Lorbeer an den Zweigen sitzen. Du erkennst ihn zudem an den dezenten, gelbgrünen Blüten, die oft schon im Februar zwischen dem Laub erscheinen. Als extrem seltene Art der Roten Liste (Status R) ist er ein wertvoller Baustein für den Erhalt der heimischen Flora in deinem Garten. Da er bereits im Spätwinter blüht, stellt er eine der ersten Energiequellen für früh fliegende Insekten dar. Du tust mit der Anpflanzung dieser indigenen (einheimischen) Schönheit aktiv etwas für den Artenschutz. Wenn du einen schattigen Gartenbereich ökologisch aufwerten willst, ist dieser Strauch die perfekte Wahl.
Einheimische Kostbarkeit: Wintergrüner Artenschutz für schattige Kalkgärten.
Nach aktuellen Daten zur Biodiversität ist der Lorbeer-Seidelbast aufgrund seiner Seltenheit (Rote Liste R) ein hochrelevanter Bestandteil für den regionalen Artenschutz. Als wintergrüne Pflanze bietet er in den kalten Monaten Struktur und Schutz im Garten. Die frühe Blütezeit ab Februar macht ihn zu einer wichtigen ersten Nektarstation für Bestäuber, die bereits an milden Wintertagen unterwegs sind. Durch die Mykorrhiza-Bindung vom Typ AM fördert er zudem ein gesundes Bodenleben. Da keine spezifischen Tierbeziehungen in der Datenbank verzeichnet sind, liegt sein größter Wert in der Erhaltung einer gefährdeten einheimischen Pflanzenspezies.
Achtung: Der Lorbeer-Seidelbast ist in allen Pflanzenteilen stark giftig und daher nicht kindersicher. Besonders die Rinde und die später erscheinenden dunklen Früchte enthalten gefährliche Wirkstoffe. Trage bei Pflanzarbeiten am besten Handschuhe und platziere den Strauch so, dass Haustiere und Kinder nicht in direkten Kontakt kommen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.79 m
Standort: Bevorzugt halbschattige bis schattige Plätze, die kühler und geschützt liegen.
Boden: Er benötigt kalkhaltige, humusreiche Erde, die mäßig feucht, aber gut durchlässig ist.
Pflanzzeit: Am besten von März bis Mai oder von September bis November pflanzen, solange kein Bodenfrost herrscht.
Düngung: Eine Gabe von reifem Kompost im Frühjahr unterstützt das Wachstum in der Humusschicht.
Schnitt: Da der Strauch sehr langsam wächst, solltest du auf Rückschnitte verzichten, um die natürliche Form zu erhalten.
Vermehrung: Im Garten gelingt die Vermehrung am ehesten über Absenker im Herbst.
Besonderheit: Da er eine AM-Mykorrhiza (Wurzelpilz-Gemeinschaft) bildet, sollte die Erde am Standort nicht tiefgründig umgegraben werden.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist der Märzenbecher (Leucojum vernum). Beide teilen die Vorliebe für frische, kalkreiche Waldböden und ergänzen sich hervorragend in ihrem frühen Blühaspekt.
Der Lorbeer-Seidelbast (Daphne laureola subsp. laureola) ist ein Mitglied der Familie der Seidelbastgewächse (Thymelaeaceae). Er ist in Deutschland indigen (einheimisch) oder als Archäophyt (vor 1492 eingewandert) eingestuft und bevorzugt kalkhaltige Laubmischwälder. Morphologisch (gestaltlich) zeichnet sich der Zwergstrauch durch seine ledrigen, wintergrünen Blätter und die büscheligen Blütenstände aus. Eine Besonderheit ist die Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhiza), die die Pflanze im Boden besser mit Nährstoffen versorgen.
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•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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