Bild folgtKI-generierte IllustrationDermacentor reticulatus Fabricius, 1794
Auch bekannt als: Auzecke, Kuhzecke
Die Auwaldzecke ist ein etwa drei bis fünf Millimeter großes Spinnentier mit einer auffälligen, weißlich-marmorierten Musterung auf dem festen Rückenschild. Anstatt ein Netz zu weben, nutzt dieser Vertreter der Schildzecken (Ixodidae) eine abwartende Lauerjagd in der bodennahen Krautschicht (Schicht der krautigen Pflanzen). In Deinem Garten hält sie sich bevorzugt in feuchten Bereichen oder an ungemähten Stellen mit hohem Gras auf. Da sie als Parasit (Lebewesen, das auf Kosten anderer lebt) Blut benötigt, trägt sie nicht direkt zur Regulierung von Gartenschädlingen bei. Dennoch ist sie als heimische (natürlicherweise hier vorkommende) Art ein Bestandteil der Nahrungskette für Vögel oder kleine Säugetiere. Um die Sicherheit in Deinem Garten zu erhöhen, kannst Du häufig genutzte Wege kurz mähen und direkten Kontakt mit dichtem Unterholz meiden. Belasse wilde Ecken am Rand Deines Grundstücks, um Lebensraum für natürliche Fressfeinde zu erhalten. Achte bereits im Februar auf erste Aktivitäten, da diese Art sehr kältetolerant ist und bei milden Temperaturen früh aktiv wird. Ein achtsamer Umgang mit der Natur bedeutet hier, die Arten zu kennen und das eigene Verhalten im Garten entsprechend anzupassen. Durch das Belassen natürlicher Strukturen förderst Du die Artenvielfalt (Biodiversität) und unterstützt ein gesundes ökologisches Gleichgewicht.
Ein Stich der Auwaldzecke kann für Hunde gefährlich sein, da sie Erreger der Babesiose (eine schwere Blutkrankheit) übertragen kann. Auch beim Menschen ist sie als Überträger von Krankheiten relevant, weshalb Du Dich nach dem Aufenthalt im hohen Gras gründlich absuchen solltest.
Die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) gehört zur Familie der Schildzecken (Ixodidae) innerhalb der Klasse der Spinnentiere (Arachnida). Ihr heimisches Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien. Sie bevorzugt offene, feuchte Standorte und ist für ihre hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber kühlen Temperaturen bekannt. Als dreiwirtiger Parasit benötigt sie für jede ihrer Entwicklungsstufen eine Blutmahlzeit an einem neuen Wirtstier.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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