Bild folgtKI-generierte IllustrationDianthus carthusianorum subsp. carthusianorum
Auch bekannt als: Dianthus carthusianorum subsp. carthusianorum
Du erkennst die Kartäuser-Nelke sofort an ihren purpurroten Blütenköpfen, die in dichten Knäueln auf aufrechten Stängeln sitzen, und ihren grasartigen, schmalen Blättern. Sie ist eine unverzichtbare Bereicherung für deinen Garten, da sie auf extrem trockenen Standorten gedeiht, an denen viele andere Pflanzen aufgeben. Da sie auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, ist ihr Erhalt in unseren Gärten ein wichtiger Beitrag zum Schutz der heimischen Artenvielfalt. Sie besiedelt ökologische Nischen auf kargen Böden und bietet dort Struktur für die Bodenfauna. Wenn du eine sonnige, trockene Ecke hast, auf der bisher nichts wachsen wollte, ist diese Nelke genau die richtige Wahl für dich.
Purpurrote Farbtupfer für karge Sonnenplätze: Robust und heimisch.
Obwohl für diese Unterart in der aktuellen Datenbasis keine spezifischen Bestäuber gelistet sind, ist sie als Bewohnerin magerer Standorte von hoher ökologischer Bedeutung. Sie besetzt Flächen, die als Trittsteinbiotope für spezialisierte Insekten dienen, die auf trockene Mikroklimate angewiesen sind. Durch ihre tiefe Wurzelbildung trägt sie zur Bodenstabilität bei und fördert durch die Mykorrhiza-Symbiose ein gesundes Bodenleben. In der Natur ist sie oft Teil komplexer Lebensgemeinschaften auf Magerwiesen. Da sie als gefährdete Art der Vorwarnliste gilt, stärkt jedes Exemplar im Garten die regionalen Populationen. Die Samenstände können im Winter als Strukturgeber für Kleinstlebewesen dienen.
Die Kartäuser-Nelke wird als nicht kindersicher eingestuft. Du solltest daher beim Pflanzen in Gärten, in denen kleine Kinder spielen, achtsam sein. Es besteht keine nennenswerte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten in ihrem typischen Lebensraum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Pflanzenhöhe
0.51 m
Die Kartäuser-Nelke ist ein klassischer Schwachzehrer (Pflanze, die wenig Nährstoffe benötigt) und bevorzugt einen vollsonnigen Platz.
Boden: Achte darauf, dass die Erde mager (nährstoffarm) und sehr gut durchlässig ist.
Feuchtigkeit: Der Standort sollte trocken sein; Staunässe verträgt die Pflanze gar nicht.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange kein Frost herrscht.
Pflege: Ein Düngen ist nicht erforderlich und würde der Pflanze eher schaden.
Besonderheit: Sie lebt in Symbiose mit einer AM-Mykorrhiza (bestimmte Bodenpilze), die ihr hilft, Wasser und Mineralstoffe effizienter aufzunehmen.
Vermehrung: Die Pflanze versamt sich an geeigneten Stellen selbst.
Kombination: Ein wunderbarer Partner ist der Echte Schafschwingel (Festuca ovina). Beide Arten kommen natürlicherweise in Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) vor und ergänzen sich optisch sowie ökologisch hervorragend.
Die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum subsp. carthusianorum) gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und zur Ordnung der Nelkenartigen. In Deutschland und der Schweiz ist sie indigen (ursprünglich heimisch) und besiedelt bevorzugt trocken-warme Lebensräume. Auffällig sind die scheidigen Blattbasen, die den Stängel wie kleine Manschetten umfassen. Als ausdauernde, krautige Pflanze bildet sie lockere Polster und erreicht Wuchshöhen von bis zu 45 Zentimetern.
3 Videos zu Kartäuser-Nelke



•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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