Bild folgtKI-generierte IllustrationDigitaria ciliaris
Auch bekannt als: Digitaria ciliaris
An den fingerartig angeordneten Ähren und den fein bewimperten Spelzen, den Hüllblättern der Gräser, lässt sich das Wimper-Fingergras (Digitaria ciliaris) sofort erkennen. Dieses einjährige Gras bringt eine natürliche Dynamik in trockene Gartenecken und zeigt uns, wie sich die Pflanzenwelt an mildere Bedingungen anpasst. Gräser dieser Art bieten wichtige Verstecke für nützliche Bodenbewohner wie Laufkäfer, die in einem zu aufgeräumten Garten oft keinen Platz finden. Mit seinen Samen lockt es im Herbst Vögel an, die auf kleine Sämereien spezialisiert sind. Als Gärtner kannst du mit diesem Gras offene Bodenstellen oder Pflasterkanten ökologisch aufwerten. Hast du schon einen sonnigen Platz für diesen zierlichen Gast reserviert?
Filigraner Überlebenskünstler: 1,14 Meter Dynamik für warme Gartenecken.
Nach aktuellen Beobachtungen sind Gräser wie das Wimper-Fingergras wichtige Strukturelemente für die Tierwelt. Die Samen wiegen nur 0,563 mg und sind damit so leicht, dass sie durch Wind weit verbreitet werden und im Winter als Nahrung für kleine Vögel wie den Stieglitz (Carduelis carduelis) dienen. Da es im August blüht, bietet es in der Hochsommerphase, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind, Schutz und Lebensraum für räuberische Insekten. Die breiten Blätter dienen zudem als Jagdrevier für nützliche Spinnen. Es fördert die Artenvielfalt auf kargen Böden, auf denen anspruchsvollere Arten kaum überleben könnten. Durch seine späte Blütezeit bereichert es das Nahrungsangebot in einer kritischen Zeit.
Bitte beachte, dass das Wimper-Fingergras (Digitaria ciliaris) laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine akuten Vergiftungen bekannt sind, solltest du beim Umgang vorsichtig sein und Kinder beim Entdecken im Garten beaufsichtigen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte zur Sicherheit den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Aug – Aug
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Teils immergrün
Pflanzenhöhe
1.14 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz, da das Gras für seine Entwicklung viel Wärme und direktes Licht benötigt.
Der Boden sollte gut durchlässig und eher sandig sein, um Staunässe im Wurzelbereich zu vermeiden.
Die Pflanzzeit im Frühjahr liegt zwischen März und Mai, sobald keine harten Bodenfröste mehr zu erwarten sind.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 30 cm ein, damit sich die Wuchsform gut entfalten kann.
Da das Gras einjährig wächst, ist kein Rückschnitt während der Vegetationsperiode notwendig.
Lass die Pflanze über den Winter stehen, damit sie sich über ihre leichten Samen (Diasporen) selbst aussäen kann.
Eine zusätzliche Düngung ist in der Regel nicht erforderlich, da die Art an karge Standorte angepasst ist.
Gute Partnerin: Die Wegwarte (Cichorium intybus) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, trockene Standorte und ergänzt das Gras optisch hervorragend.
Das Wimper-Fingergras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist ein typischer Vertreter warm-trockener Standorte. Ursprünglich in südlicheren Regionen beheimatet, besiedelt es in Mitteleuropa bevorzugt Ruderalstellen (vom Menschen beeinflusste Rohbodenflächen) wie Wegränder oder Gartenbeete. Charakteristisch für diese Art ist der einjährige Lebenszyklus und die namensgebende Behaarung an den Rändern der Ährchen. Mit einer Wuchshöhe von exakt 1,14 m überragt es viele andere einjährige Gräser deutlich. Seine breiten Blätter bieten eine im Vergleich zu anderen Gräsern auffällige Blattfläche von über 500 mm².
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →