Bild folgtKI-generierte IllustrationDiospyros lotus
Auch bekannt als: Lotuspflaume
An ihren glänzenden, dunkelgrünen Blättern und den kleinen, kugeligen Früchten, die sich im Herbst von Gelb zu Blauschwarz verfärben, lässt sich die Lotuspflaume (Diospyros lotus) sofort erkennen. Die dichte Krone bietet Vögeln geschützte Rückzugsorte, während die späte Fruchtreife einen wichtigen Akzent im Gartenjahr setzt. Du holst dir mit ihr eine botanische Seltenheit in den Garten, die auch mit zunehmender Sommertrockenheit gut zurechtkommt. Da die Art in unserer Region seltener anzutreffen ist, leistest du mit ihrer Pflanzung einen echten Beitrag zur Vielfalt.
Heimische Rarität aus Österreich: Robuster Klimabaum mit spätem Fruchtsegen.
Da für diese Art aktuell keine spezifischen Bestäubungsdaten zu einzelnen Insektenarten vorliegen, ist vor allem ihre Funktion als Strukturbildner und Nahrungsquelle hervorzuheben. Die im Spätherbst reifenden Früchte verbleiben oft lange am Zweig und dienen Vögeln als wichtige Energiereserve, wenn andere heimische Beeren bereits verzehrt sind. Das dichte Blattwerk bietet zudem wertvollen Sichtschutz und Nistmöglichkeiten für die heimische Fauna. Als Tiefwurzler trägt der Baum zur Bodenstabilität bei und verbessert durch die Verdunstung über die großen Blätter das Kleinklima an heißen Sommertagen in deinem Garten.
Die Lotuspflaume wird als nicht kindersicher eingestuft. Die unreifen Früchte enthalten extrem hohe Konzentrationen an Tanninen (Gerbstoffen), die beim Verzehr ein pelziges Gefühl im Mund sowie Magenschmerzen oder Übelkeit auslösen können. Erst nach Frosteinwirkung oder in vollreifem, weichem Zustand sind sie genießbar.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
12.82 m
Wähle einen vollsonnigen und vor kalten Winden geschützten Standort aus.
Der Boden sollte tiefgründig und nährstoffreich sein; mäßige Trockenheit wird im Alter gut vertragen.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Jungbäume benötigen in den ersten Wintern einen Schutz aus Reisig oder Vlies.
Ein Rückschnitt ist meist nicht nötig, kann aber im Spätwinter erfolgen, um die Form zu wahren.
Die Vermehrung ist über Aussaat möglich, erfordert aber Geduld.
Da sie keine speziellen Ansprüche an die Bodenart stellt, kommt sie mit normaler Gartenerde gut zurecht.
Gute Partnerin: Der Wollige Schneeball (Viburnum lantana) – beide teilen die Vorliebe für xerotherme (trocken-warme) Standorte und ergänzen sich hervorragend in einer naturnahen Hecke.
Die Lotuspflaume (Diospyros lotus) gehört zur Familie der Ebenholzgewächse (Ebenaceae) innerhalb der Ordnung der Heidekrautartigen (Ericales). In Mitteleuropa ist sie primär in Österreich als heimisch gelistet, wo sie bevorzugt an warmen, geschützten Standorten gedeiht. Sie wächst als sommergrüner Baum und zeigt eine markante, in kleine Felder aufgerissene Rinde. Eine morphologische (formkundliche) Besonderheit ist ihre Zweihäusigkeit (männliche und weibliche Blüten auf getrennten Individuen), was für die Fruchtbildung den Stand mehrerer Exemplare vorteilhaft macht.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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