Bild folgtKI-generierte IllustrationDiphasiastrum alpinum × tristachyum
Wer (Diphasiastrum alpinum × tristachyum) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren fächerförmig verzweigten, flachen Trieben und den bläulich-grünen Schuppenblättern erinnert sie eher an Korallen als an herkömmliche Gartenpflanzen. Da dieser seltene Flachbärlapp-Hybrid in der freien Natur immer seltener wird, leistest du mit seiner Ansiedlung im Garten einen wertvollen Beitrag zum Erhalt dieser urzeitlichen Pflanzengruppe. Er besetzt Nischen auf sehr mageren, sauren Böden, auf denen andere Arten kaum Überlebenschancen haben. Da keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, liegt sein ökologischer Wert vor allem in der Bodenfestigung und dem Erhalt der mikrobiellen Vielfalt im Wurzelraum. Wenn du einen Heidegarten oder ein Moosbeet pflegst, solltest du diesem besonderen Gast unbedingt einen Platz reservieren.
Ein lebendes Fossil für die Heide: Grüner Urzeit-Charme auf kargem Boden.
Als Sporenpflanze nimmt dieser Flachbärlapp eine Sonderstellung im Ökosystem ein. Da er keine Blüten im herkömmlichen Sinne bildet, produziert er weder Nektar noch Pollen für Fluginsekten. Sein ökologischer Wert liegt stattdessen in der ganzjährigen Bodenbedeckung und der Strukturgebung auf extrem nährstoffarmen Standorten. Die dichten, immergrünen Triebteppiche dienen als Lebensraum für bodenbewohnende Kleinlebewesen, die auf ein stabiles Mikroklima angewiesen sind. In der freien Landschaft ist er ein Indikator für intakte, ungestörte Heideflächen und Magerstandorte.
Bitte beachte, dass dieser Flachbärlapp nicht kindersicher ist. Die gesamte Pflanze enthält Alkaloide (stickstoffhaltige Pflanzenstoffe), die bei Kontakt oder Verzehr giftig wirken können. Es besteht zwar keine unmittelbare Verwechslungsgefahr mit bekannten essbaren Wildpflanzen, dennoch solltest du in Gärten mit kleinen Kindern oder Haustieren Vorsicht walten lassen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.06 m
Damit dieser seltene Bärlapp bei dir gedeiht, braucht er einen Standort, der seinen natürlichen Bedingungen in der Heide entspricht.
Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit sehr magerem, kalkfreiem Boden.
Das Substrat sollte sauer und gut durchlässig sein, da die Pflanze empfindlich auf Staunässe reagiert.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Da Bärlappe eine Symbiose mit Bodenpilzen (Mykorrhiza) eingehen, darfst du auf keinen Fall düngen.
Halte den Boden gleichmäßig feucht, aber vermeide kalkhaltiges Leitungswasser; nutze am besten Regenwasser.
Vermehrung im Garten ist schwierig und erfolgt meist über vorsichtige Teilung des Kriechtriebs.
Gute Partnerin: Die Besenheide (Calluna vulgaris) - beide teilen die Vorliebe für azidophile (säureliebende) Standorte und schaffen zusammen ein stimmiges Bild einer Heidelandschaft.
Dieser Hybrid ist eine natürliche Kreuzung aus dem Alpinen Flachbärlapp (Diphasiastrum alpinum) und dem Dreizeiligen Flachbärlapp (Diphasiastrum tristachyum) innerhalb der Familie der Bärlappgewächse (Lycopodiaceae). In der Region Mitteleuropa kommt er vor allem in montanen bis subalpinen Lagen vor, meist auf azidophilen (säureliebenden) Magerrasen oder in lichten Nadelwäldern. Die Pflanze bildet keine Blüten, sondern vermehrt sich über Sporen (mikroskopisch kleine Fortpflanzungseinheiten). Charakteristisch ist das kriechende Rhizom (unterirdischer Spross), aus dem die oberirdischen, abgeflachten Triebe fächerartig aufsteigen.
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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