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Diphasiastrum issleri
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Auch bekannt als: Issler-Flachbärlapp, Diphasiastrum issleri
An den fächerförmig abgeflachten, blaugrünen Zweigen, die fast wie kleine Zypressenzweige am Boden kriechen, lässt sich Isslers Flachbärlapp sofort erkennen. Als hochgradig gefährdete Art der Roten Liste 2 ist dieser Urzeit-Überlebenskünstler ein echter Schatz für Naturgärten, die seltenen Spezialisten eine Heimat bieten wollen. Da er auf eine Arbuskuläre Mykorrhiza (eine lebensnotwendige Pilzsymbiose zur Nährstoffaufnahme) angewiesen ist, zeigt er dir an, dass dein Bodenbiom intakt ist. In seinem natürlichen Lebensraum wächst er oft vergesellschaftet mit der Besenheide (Calluna vulgaris). Wenn du einen mageren, sauren Standort hast, leistest du mit seiner Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum Erhalt einer verschwindenden heimischen Pflanze. Trau dich ruhig an diese botanische Besonderheit heran.
Seltener Urzeit-Überlebenskünstler: Ein Juwel der Roten Liste für deinen Garten
Nach aktuellen Daten liegen für Isslers Flachbärlapp keine spezifischen Bestäuberbeziehungen vor, da er als Sporenpflanze keinen Nektar produziert. Seine ökologische Bedeutung ist jedoch hoch, da er eine spezialisierte Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Form der Pilz-Wurzel-Symbiose) fördert, die das Bodenleben bereichert. Als Rote-Liste-Art dient er als wichtiger Indikator für die Qualität von Magerrasen und schützt den Boden vor Erosion. In seinem dichten Wuchs finden Kleinstlebewesen des Bodens geschützte Rückzugsräume. In Deutschland und Österreich gilt er als stark gefährdet, weshalb jeder Standort in Gartenkultur den Erhalt der genetischen Vielfalt unterstützt.
Isslers Flachbärlapp ist nicht kindersicher und sollte nicht in Gärten gepflanzt werden, in denen kleine Kinder unbeaufsichtigt spielen. Die Pflanze enthält Inhaltsstoffe, die bei Verzehr problematisch sein können. Eine Verwechslung ist mit dem Gewöhnlichen Flachbärlapp (Diphasiastrum complanatum) möglich, dessen Zweige jedoch meist schmaler und deutlicher fächerartig verzweigt sind.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Aug – Sep
Wuchsform
Farn
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Isslers Flachbärlapp (Diphasiastrum issleri) gehört zur Familie der Bärlappgewächse (Lycopodiaceae) und ist eine indigene Art, die in Österreich und den Alpenregionen beheimatet ist. Als Gefäßsporenpflanze bildet er keine Blüten, sondern vermehrt sich über Sporen aus speziellen Ähren. Er besiedelt bevorzugt Borstgrasrasen (nährstoffarme, saure Wiesen) und lichte Heiden. Sein Wuchs ist charakterisiert durch kriechende Hauptsprosse, von denen die flachen, schuppenartigen Seitenäste fächerartig aufsteigen.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.