Bild folgtKI-generierte IllustrationDiplocephalus cristatus (Blackwall, 1833)
Das Gewöhnliche Doppelköpfchen ist ein winziger Vertreter der Baldachinspinnen (Linyphiidae) mit einer Körperlänge von nur etwa zwei Millimetern und einer unauffälligen, meist dunkelbraunen Färbung. In Deinem Garten webt es feine Baldachinnetze (waagerechte, flächige Gespinste) knapp über dem Erdboden oder direkt in der Krautschicht. Diese Jagdstrategie ist hocheffizient, da die Spinne unter der Netzfläche lauert und Insekten erbeutet, die auf das Gespinst fallen. Als nützlicher Jäger ernährt sich die Art von Kleinstlebewesen wie Springschwänzen (Collembola) oder Blattläusen und hilft so dabei, das ökologische Gleichgewicht im Beet zu bewahren. Du findest diesen nützlichen Gartenhelfer bevorzugt in der Falllaubschicht (dem am Boden liegenden Laub) oder in feuchtem Mulch. Um das Tier zu fördern, solltest Du kleine Laubansammlungen unter Gebüschen belassen und auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten. Wenn Du die Bodenstruktur weitgehend ungestört lässt, bietest Du diesem fleißigen Insektenfresser ein ideales Jagdrevier. Seine Anwesenheit ist ein Zeichen für einen lebendigen, naturnahen Gartenboden.
Diese Spinne ist für den Menschen vollkommen harmlos, da ihre Kieferklauen viel zu klein sind, um die menschliche Haut zu durchdringen. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten, und das Tier verhält sich gegenüber Gärtnern äußerst scheu.
Das Gewöhnliche Doppelköpfchen (Diplocephalus cristatus) gehört zur Familie der Baldachinspinnen innerhalb der Ordnung der Webspinnen (Araneae). Die Art ist in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie in Belgien heimisch und weit verbreitet. Mit einer Körpergröße von 1,5 bis 2,5 Millimetern zählt sie zu den Kleinstspinnen, die besonders feuchte Bodenhabitate besiedeln. Charakteristisch für die Gattung sind die besonderen Kopfformen der Männchen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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