Bild folgtKI-generierte IllustrationDiscoglossus sardus
Auch bekannt als: Sardischer Scheibenzüngler
Der Sardische Scheibenzüngler (Discoglossus sardus) ist ein bis zu acht Zentimeter großer Froschlurch mit gedrungenem Körper und variabel gefärbter, glatter Haut, der eng an wasserreiche Lebensräume gebunden ist. Diese Tiere bevorzugen als Gewässertyp saubere Stillgewässer (stehende Gewässer) oder langsam fließende Bäche für ihren Aufenthalt. Für die Fortpflanzung sind sie auf fischfreie Teiche angewiesen, in denen die Weibchen ihren Laich (Eier der Amphibien) ablegen können. Da viele Arten dieser Gruppe unter strengem Artenschutz stehen, ist ein Vorkommen in deinem Garten ein Zeichen für eine intakte Natur. Du kannst diese Amphibien unterstützen, indem du einen naturnahen Gartenteich mit flachen Uferzonen anlegst und auf Fische verzichtest. Ein Haufen aus Altholz oder Natursteinen in einer feuchten Gartenecke bietet den Tieren einen idealen Unterschlupf. Auf den Einsatz von Pestiziden (chemische Schädlingsbekämpfungsmittel) solltest du unbedingt verzichten, um die empfindlichen Tiere nicht zu gefährden. Als Nahrung dienen ihnen verschiedene wirbellose Kleintiere, die sie in der bodennahen Vegetation finden. Durch die Schaffung solcher Trittsteinbiotope (vernetzende Lebensräume) trägst du aktiv zum Schutz der lokalen Artenvielfalt bei.
Diese Amphibienart ist streng geschützt und darf laut Naturschutzgesetz weder gefangen noch umgesiedelt werden. Die Tiere sind für den Menschen zwar ungiftig, besitzen jedoch eine sehr empfindliche Schleimhaut, weshalb du sie nicht mit bloßen Händen berühren solltest. Ein Beobachten aus der Distanz ist die beste Unterstützung.
Taxonomisch (nach der Einteilung der Lebewesen) gehört der Sardische Scheibenzüngler zur Familie der Alytidae und der Gattung Discoglossus. Er erreicht eine Körperlänge von etwa 6 bis 8 Zentimetern und führt eine überwiegend aquatische (im Wasser stattfindende) Lebensweise. Die Art ist ein typischer Vertreter der Froschlurche, deren Entwicklung eng an permanente oder temporäre Wasserstellen gebunden ist.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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