Bild folgtKI-generierte IllustrationDolichomitus imperator (Kriechbaumer, 1854)
Kriechbaumer, 1854
Die auffallend lange Legeröhre (Ovipositor), die den restlichen Körper oft an Länge übertrifft, macht dieses Insekt für dich unverwechselbar. Diese Schlupfwespe (Ichneumonidae) ist einer der nützlichsten Helfer, die du in deinem Garten beobachten kannst. Sie agiert als Parasitoid (Parasitoid – ein Lebewesen, das seinen Wirt am Ende der Entwicklung tötet) und reguliert so ganz natürlich Bestände von holzbewohnenden Insektenlarven. Mit ihren feinen Fühlern nimmt sie kleinste Erschütterungen tief im Inneren von Baumstämmen wahr. Hat sie eine passende Larve entdeckt, bohrt sie ihren spezialisierten Legebohrer präzise durch das harte Holz. Die Larve der Wespe wächst anschließend als Parasit an ihrem Wirt heran. Die ausgewachsenen Tiere ernähren sich allgemein von zuckerhaltigen Säften wie Honigtau oder Nektar, ohne dabei auf spezielle Pflanzenarten angewiesen zu sein. Du kannst dieses Tier aktiv unterstützen, indem du Totholz (abgestorbenes Holz) als Lebensraum in deinem Garten belässt. Ein naturnaher Garten bietet ihr die nötige Umgebung für die Jagd. Ihre Anwesenheit ist ein Kompliment für deine ökologische Gartenführung.
Dieses imposante Tier ist für dich vollkommen harmlos, da die lange Legeröhre ausschließlich der Eiablage dient und kein Giftstachel ist. Ein Stechen von Menschen oder Haustieren ist ihr anatomisch nicht möglich. Du kannst sie ohne jede Sorge aus der Nähe bei ihrer faszinierenden Arbeit am Holz beobachten.
Die Schlupfwespe (Dolichomitus imperator) gehört zur Familie der Schlupfwespen (Ichneumonidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile Mitteleuropas, einschließlich Deutschland, Österreich, Belgien und der Schweiz. Diese Insekten sind hochgradig auf die Parasitierung von Insektenlarven spezialisiert, die sich in Holz entwickeln. Innerhalb ihrer Gattung (Dolichomitus) zeichnen sie sich durch ihre außergewöhnliche Fähigkeit aus, feste Holzschichten mit ihrem Körperanhang zu durchdringen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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