Bild folgtKI-generierte IllustrationDolomedes plantarius (Clerck, 1757)
Die Große Jagdspinne (Dolomedes plantarius) erkennst Du an ihrem kräftigen, oft dunkelbraunen Körper und den auffälligen hellen Längsstreifen an den Flanken. Diese Art baut kein klassisches Fangnetz, sondern praktiziert die aktive Jagd auf der Wasseroberfläche oder in der Krautschicht (die bodennahe Schicht aus Gräsern und Kräutern). Dank feiner Sinneshaare nimmt sie Schwingungen auf dem Wasser wahr und erbeutet blitzschnell Mücken oder deren Larven. In Deinem Garten wirkt sie als wertvoller Nützling, da sie die Insektenpopulation am Gartenteich auf natürliche Weise reguliert. Du kannst ihr helfen, indem Du Uferzonen naturnah gestaltest und auf das radikale Zurückschneiden von Schilf verzichtest. Solche natürlichen Strukturen dienen ihr als wichtiger Unterschlupf und Ansitz für die Jagd. Da sie als Zeigerart (Art, deren Vorkommen auf bestimmte Umweltbedingungen hinweist) gilt, ist ihre Anwesenheit ein Kompliment für die hohe Wasserqualität in Deinem Garten. Belasse im Winter abgestorbene Halme und Totholz am Ufer, damit sie dort sicher überwintern kann. Durch den konsequenten Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel bewahrst Du den Lebensraum dieses faszinierenden Jägers.
Für den Menschen ist diese Spinne vollkommen harmlos, da sie äußerst scheu ist und bei Störungen sofort flüchtet. Ein Biss erfolgt nur in absoluter Bedrängnis und ist in der Intensität mit einem schwachen Wespenstich vergleichbar, für Gartenbesitzer jedoch nicht gefährlich.
Die Große Jagdspinne ist ein Vertreter der Raubspinnen (Pisauridae) innerhalb der Ordnung der Webspinnen (Araneae). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch) und bevorzugt stehende Gewässer mit reicher Vegetation. Mit einer Körperlänge von bis zu 20 Millimetern zählt sie zu den größten heimischen Spinnen. Ihre Lebensweise ist semi-aquatisch (teilweise im Wasser lebend), was ihr erlaubt, sowohl auf der Wasseroberfläche zu laufen als auch bei Gefahr abzutauchen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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