Bild folgtKI-generierte IllustrationDraba siliquosa
An den zierlichen, weißen Blütentrauben, die über dichten, niedrigen Blattrosetten stehen, lässt sich das Kärntner Felsenblümchen (Draba siliquosa) sofort erkennen. Da diese Art in der Natur extrem selten vorkommt und auf der Roten Liste (Status R) steht, holst du dir mit ihr eine echte botanische Rarität in deinen Garten. Sie besiedelt karge Nischen, in denen kaum eine andere Pflanze überlebt, und fördert so die Vielfalt auf kleinstem Raum. Auch ohne spezifische Bestäubungsdaten ist sicher, dass jede heimische Pflanze das lokale Ökosystem bereichert. Wenn du einen Steingarten hast, ist dieser Überlebenskünstler genau das Richtige für dich.
Botanische Rarität: Schütze eine der seltensten Felspflanzen unserer Heimat.
Als seltene indigene Art (einheimische Pflanze) spielt das Kärntner Felsenblümchen eine wichtige Rolle für die Biodiversität in Gebirgsregionen. Da es auf der Roten Liste mit dem Status R (extrem selten) geführt wird, leistet jeder Gartenbesitzer einen Beitrag zum Artenschutz. Es bietet Nahrung in kargen Lebensräumen, wo andere Pflanzen nicht gedeihen können. Die Samenreife im Hochsommer stellt eine potenzielle Nahrungsquelle für spezialisierte Kleintiere dar. Durch seine Anpassung an trockene, warme Standorte ist es zudem ein wertvoller Bestandteil für klimaresiliente Gärten.
Bitte beachte, dass das Kärntner Felsenblümchen als nicht kindersicher eingestuft wird. Es sollte daher außerhalb der Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht an den typischen felsigen Standorten kaum, dennoch ist die Pflanze nicht für den Verzehr geeignet.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.03 m
Das Kärntner Felsenblümchen ist ein Spezialist für extreme Lagen.
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, der Wärme speichert.
Boden: Die Pflanze ist ein Schwachzehrer (braucht kaum Nährstoffe) und benötigt einen sehr mageren, steinigen Boden.
Feuchtigkeit: Der Untergrund sollte trocken sein; Staunässe verträgt sie gar nicht.
Pflanzzeit: Setze sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Dünger ist tabu, da er der Pflanze schadet. Gießen ist nur bei extremer Hitze nötig.
Vermehrung: Sie erhält sich an zusagenden Stellen meist selbst durch Versamung.
Kombination: Gute Partnerin ist der Scharfe Mauerpfeffer (Sedum acre) – beide teilen die Liebe zu kargen Felsspalten und ergänzen sich hervorragend in einem Steingarten-Biotop.
Das Kärntner Felsenblümchen (Draba siliquosa) ist eine ausdauernde Gebirgspflanze, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch ist. Sie besiedelt bevorzugt felsige Standorte und Schutthalden in alpinen Lagen. Charakteristisch sind die kleinen, behaarten Blattrosetten und die nach der Blüte sichtbaren Schötchen (längliche Samenkapseln). Aufgrund ihrer Seltenheit gilt sie als ökologisch besonders wertvoll für den Erhalt der regionalen Flora.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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