Bild folgtKI-generierte IllustrationDracocephalum ruyschiana
Auch bekannt als: Berg-Drachenkopf, Bergdrachenkopf, Schwedischer Drachenkopf
Schon von weitem fällt der Nordische Drachenkopf (Dracocephalum ruyschiana) durch seine tiefvioletten, helmförmigen Blüten auf, die an kleine Drachenköpfe erinnern. Da diese Art laut Roter Liste in der Natur als verschollen gilt, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum Artenschutz. Er besetzt die ökologische Nische der Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), die in unserer Landschaft fast verschwunden sind. Die schmalen, fast nadelartigen Blätter verleihen ihm eine filigrane Gestalt, die auf kargen Flächen bestens zur Geltung kommt. Du holst dir damit eine echte botanische Kostbarkeit in dein grünes Reich. Hast du schon einen sonnigen, mageren Platz für diesen seltenen Rückkehrer reserviert?
Rettungsinsel für eine Rarität: Hol dir den verschollenen Drachenkopf zurück.
Mit der Pflanzung des Nordischen Drachenkopfs förderst du eine Art, die in der freien Natur mit dem Status 0 (ausgestorben oder verschollen) gelistet ist. Da für diese Rarität aktuell keine spezifischen Beziehungsdaten zu einzelnen Insektenarten vorliegen, ist jede Beobachtung in deinem Garten ein wertvoller Beitrag zur Naturbeobachtung. Generell sind die tiefen Lippenblüten auf Bestäuber angewiesen, die kräftig genug sind, die Blüte zu öffnen. Er dient als wichtiger Baustein für die Biodiversität auf mageren Standorten, die in der modernen Agrarlandschaft kaum noch existieren. Die im Winter stehengelassenen Samenstände bieten zudem wichtige Strukturen für die Tierwelt. Du schaffst hier einen Rückzugsort für eine Pflanze, die ohne gärtnerische Unterstützung kaum noch eine Chance in unserer Region hätte.
Der Nordische Drachenkopf ist als nicht kindersicher eingestuft, weshalb du ihn außerhalb der Reichweite kleiner Kinder pflanzen solltest. Achte darauf, dass keine Pflanzenteile verzehrt werden. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten der heimischen Flora, da die Lippenblüten und die schmalen Blätter sehr markant sind.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.41 m
Setze den Nordischen Drachenkopf an einen Platz mit voller Sonne, um eine reiche Blüte zu fördern.
Der Boden muss ein Magerstandort (nährstoffarmer Boden) sein, da er als Schwachzehrer bei zu viel Dünger kümmert.
Staunässe ist unbedingt zu vermeiden; ein durchlässiger, eher trockener Boden ist ideal.
Pflanze ihn am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Halte beim Pflanzen einen Abstand von etwa 30 Zentimetern ein, damit sich die Horste gut entwickeln können.
In der Anwachsphase solltest du regelmäßig gießen, danach ist die Pflanze sehr trockenheitsresistent.
Schneide die verblühten Triebe erst im späten Winter zurück, damit Insekten in den hohlen Stängeln überwintern können.
Die Vermehrung gelingt am einfachsten durch Aussaat der Samen im zeitigen Frühjahr direkt ins Beet.
Gute Partnerin: Die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – sie teilt die Vorliebe für trockene Standorte und ergänzt die blauen Blüten farblich hervorragend.
Der Nordische Drachenkopf (Dracocephalum ruyschiana) ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch ist. Er wird innerhalb der Ordnung der Lippenblütlerartigen geführt und wächst bevorzugt auf Magerrasen sowie in lichten, trockenen Wäldern. Auffällig sind seine vierkantigen Stängel und die gegenständigen (sich am Stängel gegenüberstehenden), schmal-lanzettlichen Blätter mit umgerolltem Rand. Mit einer Wuchshöhe von etwa 30 bis 50 Zentimetern bildet er kompakte, aufrechte Horste, die auch ohne Blüten durch ihr dunkles Grün strukturgebend wirken.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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