Bild folgtKI-generierte IllustrationDrosera anglica x rotundifolia
Unverwechselbar ist (Drosera anglica x rotundifolia) durch ihre löffelförmigen Blätter, die mit rötlichen, klebrigen Drüsenhaaren (Tentakeln) besetzt sind. Als natürlicher Hybrid bereichert dieser Sonnentau dein Moorbeet und zeigt eindrucksvoll, wie spezialisiert unsere heimische Flora an nährstoffarme Standorte angepasst ist. Da die Pflanze kleine Insekten fängt, ist sie ein faszinierendes Beobachtungsobjekt für dich und deine Enkel direkt am Wasserlauf oder im Kübelmoor. In deinem Garten übernimmt sie die Rolle einer botanischen Kostbarkeit, die auf den Schutz unserer Moore aufmerksam macht. Wenn du ihr einen dauerhaft nassen Platz bietest, wird sie zum absoluten Blickfang deiner ökologischen Gestaltung.
Seltener Moorbewohner: Faszinierende Insektenjagd im eigenen Garten.
Da für diesen spezifischen Hybriden keine Bestäubungsdaten in der Datenbank vorliegen, liegt seine ökologische Bedeutung primär in seiner Rolle als Spezialist für bedrohte Lebensräume. In der freien Natur ist er ein wichtiger Indikator für intakte, feuchte Ökosysteme. In deinem Garten fördert er das Verständnis für komplexe Nahrungsbeziehungen, indem er als Prädator (Räuber) für kleine Fliegen und Mücken fungiert. Sein Vorkommen unterstützt die Erhaltung einer genetischen Vielfalt, die typisch für österreichische Moorlandschaften ist. Durch die Kultivierung leistest du einen Beitrag zum Erhalt einer Pflanzengruppe, die aufgrund von Entwässerungen in der Natur immer seltener wird.
Die Pflanze ist laut Datenbank nicht kindersicher und sollte nicht verzehrt werden. Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit den reinen Elternarten, jedoch ist die Blattform des Hybriden (Drosera anglica x rotundifolia) ein eindeutiges Unterscheidungsmerkmal, da sie genau zwischen kreisrund und linealisch liegt. Für Haustiere ist sie in der Regel uninteressant, sollte aber dennoch außerhalb der direkten Reichweite gepflanzt werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.08 m
Wähle einen vollsonnigen Standort, da der Sonnentau viel Licht für die Ausbildung seiner roten Färbung benötigt.
Der Boden muss dauerhaft wassergesättigt sein (Ellenberg Feuchtezahl 9), was du am besten in einem abgedichteten Moorbeet oder Kübel erreichst.
Nutze als Substrat ein Gemisch aus Sand und ungedüngtem Weißtorf oder torffreie Spezialerde für Karnivoren (fleischfressende Pflanzen).
Gieße ausschließlich mit kalkfreiem Regenwasser, da Kalk die Pflanze schädigt.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November.
Eine Düngung ist nicht erforderlich und sogar schädlich, da die Pflanze Insekten fängt.
Im Winter zieht sich die Pflanze in eine Winterknospe (Hibernakel) zurück und verträgt Frost problemlos, solange sie feucht bleibt.
Vermehren lässt sich die Art durch vorsichtige Teilung der Rosetten im Frühjahr.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Moosbeere (Vaccinium oxycoccos) – beide besiedeln in der Natur die gleichen nassen Torfmoospolster und ergänzen sich optisch hervorragend.
Der Bastard-Sonnentau (Drosera anglica x rotundifolia) gehört zur Familie der Sonnentaugewächse (Droseraceae) innerhalb der Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales). In unserer Region ist diese Pflanze in Österreich heimisch, wo sie vor allem in extrem nährstoffarmen Hoch- und Zwischenmooren vorkommt. Morphologisch steht sie genau zwischen ihren Elternarten: Die Blätter sind weder ganz rund noch extrem lang, sondern zeigen eine charakteristische, verkehrt-eiförmige Gestalt. Als fleischfressende Pflanze nutzt sie klebrige Sekrete, um den Stickstoffbedarf in einer kargen Umgebung zu decken.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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