Bild folgtKI-generierte IllustrationDysdera ninnii Canestrini, 1868
Diese Spinne zeichnet sich durch ihren rötlich-braunen Vorderkörper und den hellgrauen bis gelblichen Hinterleib aus, wobei sie im Gegensatz zu den meisten anderen Spinnen nur sechs Augen besitzt. Da wir gerade Februar haben, befindet sich das Tier vermutlich noch in seiner Winterruhe in einem schützenden Gespinstsack. Du wirst dieses Tier generell eher selten am Tag sehen, da es eine verborgene und nachtaktive Lebensweise führt. Statt ein Netz zu weben, nutzt diese Art die aktive Jagd, um ihre Beute am Boden aufzuspüren. Besonders auffällig sind ihre kräftigen Kieferklauen (Chelizeren), mit denen sie die Panzerung von Asseln durchdringen kann. Als Habitat (Lebensraum) dienen ihr vor allem feuchte Stellen unter Steinen oder in der Laubschicht. In deinem Garten übernimmt sie eine wichtige ökologische Rolle als Nützling, da sie die Population von Bodenbewohnern reguliert. Du förderst diese nützlichen Jäger am besten, indem du Laubhaufen oder morsches Holz in schattigen Ecken liegen lässt. Solche Strukturen bieten ihr den nötigen Schutz für ihre Ruhephasen. Ein naturnaher Garten mit vielen Versteckmöglichkeiten ist die beste Unterstützung für diese heimische Art.
Auch wenn die Spinne kräftige Kieferklauen besitzt, ist sie für den Menschen grundsätzlich harmlos und flüchtet bei Störung. Ein Biss tritt nur bei extremer Provokation auf, wobei die Wirkung vergleichbar mit einem leichten Nadelstich ist. Verwechslungsgefahr besteht aufgrund der Färbung höchstens mit anderen bodenlebenden Arten.
Die Art gehört zur Familie der Sechsaugenspinnen (Dysderidae) innerhalb der Ordnung der Webspinnen (Araneae). Ihr Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile Mitteleuropas, wobei sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz als heimisch gilt. Mit einer Körperlänge von etwa 7 bis 10 Millimetern gehört sie zu den mittelgroßen Vertretern ihrer Gattung. Als stenöker (an spezielle Umweltbedingungen gebundener) Bewohner feuchter Bodennähe bevorzugt sie schattige Standorte.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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