Bild folgtKI-generierte IllustrationDysphania schraderiana
Auch bekannt als: Schraders Drüsengänsefuß, Chenopodium foetidum Schrad.
Wer den Schraderschen Drüsenmense (Dysphania schraderiana) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die farnartig tief eingeschnittenen Blätter und der intensive, würzige Duft sind seine unverwechselbaren Markenzeichen. Da er als Pionierpflanze (Erstbesiedlerin) schnell wächst, schützt er den Boden vor Austrocknung. Besonders in den Wintermonaten profitieren heimische Vögel von den zahlreichen Samen, die an den aufrechten Stängeln hängen bleiben. Mit dieser Pflanze holst du dir einen Spezialisten für natürliche Dynamik direkt in dein Beet.
Heimischer Aromakünstler: Ein Muss für den ökologischen Garten in Österreich.
Obwohl für diese Art derzeit keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, leistet sie als heimische Pflanze in Österreich einen wichtigen Beitrag zur regionalen Biodiversität. Ihre ökologische Stärke liegt in der Produktion massenhafter kleiner Samen. Diese dienen in der kargen Winterzeit als wertvolle Nahrungsgrundlage für verschiedene heimische Singvögel, die auf Sämereien spezialisiert sind. Als Besiedlerin von Bodenlücken verhindert sie zudem Erosion und bietet Kleinstlebewesen am Boden Schutz. Durch ihren intensiven Duft trägt sie zur Vielfalt der Sinneswahrnehmungen in einem naturnahen Garten bei.
Die Pflanze ist als nicht kindersicher eingestuft. Aufgrund der enthaltenen ätherischen Öle und spezifischen Inhaltsstoffe ist sie nicht für den Verzehr geeignet und sollte nicht in Spielbereichen von Kleinkindern stehen. Eine Verwechslung mit essbaren Kräutern ist durch den sehr markanten Duft und die klebrige, drüsige Behaarung der Blätter bei genauer Betrachtung jedoch unwahrscheinlich.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.53 m
Bevorzugt vollsonnige Plätze auf nährstoffreichen, lockeren Böden.
Die Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai, sobald der Boden frostfrei und offen ist.
Die Pflanze ist einjährig und erhält ihren Bestand an geeigneten Stellen zuverlässig durch Selbstaussaat.
Achte darauf, den Boden nicht zu stark zu verdichten, da sie als Pionierpflanze lockere Erde zur Keimung benötigt.
Eine zusätzliche Düngung ist in normalem, humosem Gartenboden meist nicht erforderlich.
Gießen solltest du lediglich bei langanhaltender Trockenheit während der empfindlichen Keimphase.
Lass die verblühten Triebe über den Winter unbedingt stehen, um die Samen für Vögel erreichbar zu halten.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die feinen Samen direkt an Ort und Stelle.
Falls die Ausbreitung zu stark wird, lassen sich die jungen Pflanzen im Frühjahr leicht jäten.
Gute Partnerin: Die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) – beide Arten teilen die Vorliebe für nährstoffreiches Substrat und fördern gemeinsam eine gesunde Bodenstruktur.
Der Schradersche Drüsenmense (Dysphania schraderiana) gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) und zur Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales). Die Art ist in der Region insbesondere in Österreich heimisch und besiedelt dort bevorzugt warme, nährstoffreiche Ruderalstandorte (vom Menschen beeinflusste Rohböden) wie Weinberge oder Gartenränder. Morphologisch zeichnet sich das einjährige Kraut durch seinen aufrechten Wuchs und die charakteristische drüsige Behaarung aus, die bei Berührung klebrig wirkt und ätherische Öle freisetzt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →