Bild folgtKI-generierte IllustrationDytiscus latissimus
Auch bekannt als: Breitrand, Breitrandkäfer
An seinem außergewöhnlich breiten, gelb gesäumten Körperrand lässt sich der Breitrand (Dytiscus latissimus) sofort erkennen. Er ist mit einer Länge von etwa 40 Millimetern einer unserer größten heimischen Schwimmkäfer. In deinem Garten wirst du ihn nur finden, wenn du einen sehr großen, naturnahen Teich ohne Fischbesatz pflegst. Pro Jahr entwickelt sich nur eine Generation dieser seltenen Tiere. Das Weibchen legt seine Eier im Frühjahr einzeln in die Gewebe von Wasserpflanzen wie der Steifen Segge (Carex elata) ab. Im Sommer nutzen die räuberischen Larven dichte Bestände des Breitblättrigen Rohrkolbens (Typha latifolia) als Versteck vor Fressfeinden. Die Larven sind spezialisierte Jäger, die vor allem Köcherfliegenlarven fressen. Im Herbst dienen untergetauchte Pflanzen wie das Ährige Tausendblatt (Myriophyllum spicatum) den Käfern als wichtiges Jagdrevier. Die erwachsenen Käfer überwintern im Wasser, wo sie in eine Kältestarre (Zustand verringerten Stoffwechsels bei niedrigen Temperaturen) verfallen. Um diesen seltenen Gast zu fördern, solltest du auf Pestizide verzichten und heimische Uferpflanzen setzen. Achte darauf, dass dein Teich eine ausreichende Tiefe hat, damit er im Winter nicht vollständig bis zum Grund durchfriert.
Dieses Tier steht unter strengem Naturschutz und ist im Anhang der FFH-Richtlinie (ein EU-Gesetz zur Erhaltung natürlicher Lebensräume) gelistet. Du darfst den Käfer daher weder fangen, noch stören oder umsiedeln. Er ist für Menschen völlig harmlos und ein Indikator für eine exzellente Wasserqualität in deinem Garten.
Der Breitrand gehört zur Familie der Schwimmkäfer (Dytiscidae) innerhalb der Ordnung der Käfer (Coleoptera). Er ist in Mittel- und Nordeuropa verbreitet, gilt jedoch in Deutschland als vom Aussterben bedroht und ist streng geschützt. Mit seiner flachen, schildartigen Körperform und den paddelähnlichen Hinterbeinen ist er perfekt an das Leben in pflanzenreichen Stillgewässern angepasst. Im Vergleich zum bekannteren Gemeinen Gelbrandkäfer (Dytiscus marginalis) ist er deutlich breiter gebaut und besitzt charakteristisch verbreiterte Ränder an den Flügeldecken.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →