Bild folgtKI-generierte IllustrationEgaenus convexus (Koch, 1835)
Koch, 1835
Dieser kompakte Weberknecht (*Egaenus convexus*) fällt vor allem durch seinen gedrungenen Körperbau auf, der im Gegensatz zu echten Spinnen keine Wespentaille (Einschnürung zwischen Vorder- und Hinterkörper) besitzt. Du findest dieses heimische Tier meist in der bodennahen Krautschicht oder unter Steinen und Totholz verborgen. Als nachtaktiver Jäger durchstreift er dein Gartenreich auf der Suche nach winzigen Insekten, Springschwänzen (bodenlebende Kleinstinsekten) und Milben. Seine Ernährung ist vielseitig, da er sowohl lebende Beute als auch abgestorbenes organisches Material oder tote Insekten verzehrt. In deinem Garten übernimmt er die wichtige Rolle einer Gesundheitspolizei, indem er zur Zersetzung und Schädlingskontrolle beiträgt. Da er keine Fangnetze spinnt, ist er auf ein strukturiertes Gelände mit natürlichen Verstecken angewiesen. Du kannst ihn wirksam unterstützen, indem du im Herbst Laubhaufen liegen lässt und kleine Steinpyramiden aus Lesesteinen (aufgeschichtete Feldsteine) errichtest. Solche frostsicheren Quartiere sind für das Überleben dieser Art in der kalten Jahreszeit entscheidend. Ein naturnaher Gartenboden ohne chemische Spritzmittel bietet ihm die nötige Lebensgrundlage.
Dieser Weberknecht ist für Menschen vollkommen harmlos, da er weder Giftdrüsen noch Beißwerkzeuge besitzt, die die menschliche Haut durchdringen könnten. Er ist ein nützlicher Helfer im Garten, der aktiv zur Regulierung kleinerer Schädlinge beiträgt.
Der zur Familie der Phalangiidae (Echte Weberknechte) gehörige *Egaenus convexus* ist ein fester Bestandteil der heimischen Fauna in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Innerhalb der Ordnung der Opiliones (Weberknechte) zeichnet sich diese Art durch eine eher versteckte, bodennahe Lebensweise aus. Er bevorzugt meist kühle und feuchte Mikrohabitate (kleinräumige Lebensräume) in Gärten oder an Waldrändern. Seine Verbreitung in Mitteleuropa gilt als gesichert.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →