Bild folgtKI-generierte IllustrationEgretta garzetta (Linnaeus, 1766)
Auch bekannt als: Seidenreiher
Linnaeus, 1766
Der Seidenreiher ist ein auffällig weißer, graziler Reiher mit schwarzem Schnabel und markanten gelben Füßen, der oft im flachen Wasser auf Beute lauert. Er ernährt sich als Fleischfresser vorwiegend von kleinen Fischen, Wasserinsekten und Amphibien. Seine Nester errichtet dieser Vogel bevorzugt in Kolonien hoch oben in Bäumen oder in dichtem Gebüsch in Gewässernähe. Als Kurzstreckenzieher (Vogel, der nur über kurze Distanzen in wärmere Regionen wandert) verbringen viele Tiere den Winter im Mittelmeerraum, doch auch bei uns sind sie zunehmend ganzjährig zu sehen. Sein Ruf ist ein eher selten zu hörendes, tiefes und raues Krächzen. Wenn du einen großen Gartenteich hast, bietet dieser dem seltenen Gast einen wertvollen Lebensraum. Du kannst ihm helfen, indem du die Uferzonen naturnah gestaltest und auf chemische Hilfsmittel verzichtest. Da er ein Freibrüter (Vogel, der ein offenes Nest baut) ist, nutzt er keine Nistkästen, freut sich aber über ungestörte Gehölze. Die Beobachtung dieses eleganten Jägers ist ein besonderes Erlebnis in einem ökologisch bewirtschafteten Garten. Achte darauf, ihn bei der Jagd nicht zu stören, damit er ausreichend Energie für den Winter sammeln kann.
Der Seidenreiher ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Seine Brutplätze dürfen keinesfalls gestört oder beschädigt werden. Da er sehr scheu ist, solltest du ihn nur aus der Distanz beobachten, um ihn nicht unnötig von seinen Nahrungsgründen zu vertreiben.
Der Seidenreiher (Egretta garzetta) gehört zur Familie der Reiher (Ardeidae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er bevorzugt flache Stillgewässer oder langsam fließende Bäche als Lebensraum. Von seinem größeren Verwandten, dem Silberreiher, unterscheidet er sich durch die geringere Körpergröße und die markanten gelben Zehen, die im Flug oft gut sichtbar sind. Während der Fortpflanzungszeit trägt er am Hinterkopf lange, fadenartige Schmuckfedern, die ihm seinen Namen gaben.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →