Bild folgtKI-generierte IllustrationElaphe quatuorlineata
Auch bekannt als: Vierstreifennatter
Die Vierstreifennatter (Elaphe quatuorlineata) erreicht eine Länge von bis zu zwei Metern und ist an ihren vier markanten, dunklen Längsstreifen auf dem kräftigen, gelblich-braunen Körper erkennbar. In Deinem Garten bevorzugt dieses Reptil trockene, sonnenexponierte (der Sonne ausgesetzte) Orte wie Trockenmauern oder Steinhaufen. Als wechselwarmes (die Körpertemperatur an die Umgebung anpassendes) Tier nutzt sie diese Plätze, um ihre Betriebstemperatur für die Jagd zu erreichen. Ihre Nahrung besteht aus kleinen Säugetieren und Vögeln, die sie aktiv am Boden oder in niedrigen Sträuchern erbeutet. Den Winter verbringt sie in einer tiefen Winterstarre (Zustand der Reglosigkeit bei niedrigen Temperaturen) in frostsicheren Verstecken wie tiefen Felsspalten. Du kannst diese nützliche Schlange unterstützen, indem Du Steinhaufen oder Totholzhaufen als Unterschlupf anlegst. Da sie sehr scheu ist, zieht sie sich bei menschlicher Annäherung meist sofort zurück. Ein naturnah gestalteter Garten ohne chemische Gifte bietet ihr einen sicheren Lebensraum. Durch ihre Jagd auf Nagetiere hilft sie dabei, das ökologische Gleichgewicht in Deinem Umfeld zu bewahren.
Die Vierstreifennatter ist vollkommen ungiftig und für Menschen oder Haustiere harmlos. Sie steht unter strengem Artenschutz, weshalb das Fangen, Stören oder Umsiedeln der Tiere gesetzlich verboten ist. Bei einer Begegnung im Garten sollte man ihr einfach Ruhe und Raum zur Flucht lassen.
Diese Schlange gehört zur Familie der Nattern (Colubridae) und gilt als die größte Schlangenart des europäischen Kontinents. Ihr Hauptverbreitungsgebiet liegt in Italien und auf der Balkanhalbinsel, wobei sie in Mitteleuropa nur sehr selten in besonders milden Lagen vorkommt. Die Art führt eine tagaktive (während des Tageslichts tätige) Lebensweise und ist eine geschickte Kletterin. Trotz ihrer imposanten Größe von bis zu 200 Zentimetern verhält sie sich gegenüber Menschen äußerst friedfertig.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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