Bild folgtKI-generierte IllustrationElatine alsinastrum
Auch bekannt als: Elatine alsinastrum
Wer den Quirl-Tännel (Elatine alsinastrum) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit seinen sternförmig angeordneten Blattquirlen, die an kleine Tannenbäumchen erinnern, ist er im flachen Wasser unverwechselbar. Diese zierliche Art ist für den Naturgarten von unschätzbarem Wert, da sie in Deutschland und Österreich als stark gefährdet gilt und auf der Roten Liste 2 steht. Mit der Ansiedlung in deinem Gartenteich schaffst du ein wichtiges Refugium für eine Pflanze, die in der freien Natur kaum noch Rückzugsräume findet. Durch ihre Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Form der Pilz-Symbiose im Wurzelraum) trägt sie zudem zur Bodengesundheit bei. Probiere es aus, du wirst die filigrane Struktur in deinem Uferbereich lieben.
Rote-Liste-Schatz: Hol dir den seltenen Sternen-Quirl in deinen Gartenteich.
Obwohl für den Quirl-Tännel keine spezifischen Bestäubungsdaten in den Datenbanken vorliegen, ist seine ökologische Bedeutung durch seine Seltenheit enorm. Er ist in Deutschland und Österreich als stark gefährdet (Rote Liste 2) eingestuft, weshalb jede Ansiedlung im Garten den Erhalt der regionalen Flora stützt. Als Mykorrhizapflanze fördert er das Geflecht nützlicher Bodenpilze, was die gesamte Bodenbiologie in deiner Teichzone verbessert. Seine dichten Bestände in der Flachwasserzone bieten zudem wertvollen Lebensraum für Kleinstlebewesen der Uferfauna, die dort Schutz vor Fressfeinden finden.
Der Quirl-Tännel wird als nicht kindersicher eingestuft. Da er an feuchten Standorten oder im Wasser wächst, sollten Gartenbesitzer mit kleinen Kindern ohnehin besondere Vorsicht walten lassen. Es besteht keine bekannte Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten, dennoch ist die Pflanze nicht zum Verzehr geeignet.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.12 m
Damit der Quirl-Tännel bei dir gut gedeiht, solltest du folgende Punkte beachten:
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz am Teichrand oder in der Flachwasserzone.
Feuchtigkeit: Er benötigt einen dauerhaft feuchten bis nassen Boden, kommt aber auch mit zeitweiligen Überschwemmungen bestens zurecht.
Boden: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) bevorzugt er normalen Gartenboden oder Teichsubstrat ohne starke Überdüngung.
Pflanzzeit: Setze ihn idealerweise von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Er ist konkurrenzschwach. Halte ihn daher frei von stark wuchernden Nachbarpflanzen.
Vermehrung: Die Ausbreitung erfolgt meist selbstständig über Ausläufer auf feuchtem Schlamm.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus). Da beide ähnliche Ansprüche an die Bodenfeuchte haben, ergänzen sie sich gut, wobei die Schwertlilie für Struktur sorgt und der Tännel den Boden lückenlos bedeckt.
Der Quirl-Tännel gehört zur Familie der Tännelgewächse (Elatinaceae) und ist in Mitteleuropa als einheimische Art (Indigen) verbreitet. Er besiedelt als typische Pionierpflanze wechselfeuchte Standorte, Schlammflächen und die Flachwasserzonen stehender Gewässer. Auffällig ist seine Wuchsform: Er bildet je nach Wasserstand unterschiedliche Blätter aus, wobei die quirlständige Anordnung (mehrere Blätter entspringen auf gleicher Höhe am Stängel) immer erhalten bleibt. Die Pflanze erreicht meist nur geringe Wuchshöhen und kriecht oft über den Boden.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →