Bild folgtKI-generierte IllustrationElatine triandra
Auch bekannt als: Elatine triandra, Dreimänniger Tännel
An seinem kriechenden Wuchs auf feuchtem Schlamm und den winzigen, gegenständigen Blättern lässt sich das Dreimännige Tännel (Elatine triandra) sofort erkennen. Da diese zierliche Art auf der Roten Liste steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung am Teichrand einen echten Beitrag zum Artenschutz in Mitteleuropa. Sie besiedelt Nischen auf nackten Schlammböden, die viele andere Pflanzen meiden, und bereichert so die Struktur deines Gartenteichs. Auch wenn konkrete Insektendaten fehlen, förderst du mit ihr eine hochspezialisierte Pflanze, die in der freien Natur immer seltener wird. Wenn du einen Bereich mit wechselnden Wasserständen im Garten hast, machst du mit dieser Wahl alles richtig.
Seltene Uferschönheit: Schütze eine gefährdete Art an deinem Teichrand.
Obwohl für diese seltene Art keine spezifischen Daten zu Bestäubern oder Schmetterlingsraupen vorliegen, ist ihr ökologischer Wert durch den Status der Roten Liste 3 (gefährdet) enorm hoch. Als spezialisierter Schlammbewohner schließt sie Lücken im Ökosystem des Teichrands, die für die Bodenstabilität wichtig sind. Durch den Erhalt dieser Art in deinem Garten sicherst du das Überleben einer Pflanze, die an sehr spezifische, schwindende Lebensräume angepasst ist. In einem naturnahen Garten trägt jede gefährdete Art zur allgemeinen Widerstandsfähigkeit des lokalen Ökosystems bei. Da sie einjährig ist, produziert sie reichlich Samen, die als Teil der natürlichen Boden-Samenbank fungieren.
Das Dreimännige Tännel ist als nicht kindersicher eingestuft, weshalb du bei kleinen Kindern im Garten achtsam sein solltest. Eine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten besteht zwar kaum, dennoch sollte die Pflanze nicht verzehrt werden. Ein vorsichtiger Umgang im Uferbereich ist daher ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.05 m
Wähle für das Tännel einen vollsonnigen Platz direkt am Teichrand oder in der Flachwasserzone.
Die Pflanze benötigt einen dauerhaft feuchten Standort und gedeiht am besten auf schlammigem Substrat in normaler Gartenerde.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Achte darauf, dass der Standort offen bleibt und nicht von größeren Pflanzen überwuchert wird, da das Tännel viel Licht benötigt.
Eine Vermehrung erfolgt meist von selbst durch Samen, die im Schlamm überwintern.
Da die Art eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen zur Nährstoffaufnahme) eingeht, solltest du auf chemischen Dünger verzichten.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze einjährig ist und nach der Samenreife abstirbt.
Gute Partnerin am Ufer: Die Nadel-Sumpfbinse (Eleocharis acicularis) - beide teilen die Vorliebe für wechselfeuchte Standorte und ergänzen sich hervorragend in der Bodenbefestigung.
Das Dreimännige Tännel gehört zur Familie der Tännelgewächse (Elatinaceae) innerhalb der Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales). Es ist eine einjährige, krautige Pflanze, die sowohl unter Wasser als auch auf feuchtem Boden wächst und in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz indigen (einheimisch) ist. Charakteristisch sind die winzigen, dreizähligen Blüten, die direkt in den Blattachseln sitzen. Als Archäophyt (Pflanze, die bereits vor 1492 heimisch war) besiedelt es bevorzugt schlammige Ufer und periodisch überschwemmte Flächen.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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