Bild folgtKI-generierte IllustrationEleocharis acicularis
Auch bekannt als: Nadelried, scirpe épingle, Nadel-Sumpfbinse, Nadelsimse
Mit ihren feinen, nadelartigen Halmen fällt die Nadel-Sumpfsimse (Eleocharis acicularis) sofort auf, da sie dichte, grasgrüne Matten direkt an der Wasserlinie bildet. Diese zierliche Art ist für deinen Naturgarten besonders wertvoll, da sie auf der Vorwarnliste (Rote Liste: V) steht und somit in der freien Natur bereits seltener wird. In flachen Uferzonen bietet sie eine wichtige Struktur und dient als geschützter Lebensraum für Kleinstlebewesen am Teich. Da sie sowohl untergetaucht als auch auf feuchtem Schlamm wächst, ist sie eine sehr anpassungsfähige Begleiterin für deine Wasserstelle. Wenn du einen naturnahen Teichrand gestalten möchtest, bei dem der Schutz heimischer Arten im Vordergrund steht, liegst du mit dieser Pflanze genau richtig.
Zarter Teppich für den Teichrand: Schütze eine seltene Schönheit der Uferflora.
Als heimische Art trägt die Nadel-Sumpfsimse zur Stabilisierung von Uferbereichen bei und schützt den Boden vor Abtragungen. Da sie auf der Vorwarnliste der Roten Liste geführt wird, ist jeder Bestand in Privatgärten ein wertvoller Beitrag zum Erhalt dieser schwindenden Art. In den dichten Halmmatten finden kleine Amphibien und Wasserinsekten wichtige Versteckmöglichkeiten. Auch wenn keine spezifischen Daten zu Bestäubern vorliegen, fungiert das feine Geflecht als wichtiger Laichplatz in der Flachwasserzone. Durch ihre Wuchsform bietet sie zudem Schutz für im Schlamm lebende Organismen, wenn der Wasserspiegel im Sommer sinkt.
Die Nadel-Sumpfsimse wird als nicht kindersicher eingestuft. Zwar liegen keine Hinweise auf eine Giftigkeit vor, jedoch erfordert das Gärtnern an Wasserstellen, an denen diese Pflanze bevorzugt wächst, grundsätzlich erhöhte Aufmerksamkeit bei kleinen Kindern. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht aufgrund der charakteristischen, nadelartigen Wuchsform nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.07 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz direkt am Teichrand oder in der Flachwasserzone.
Wasserstand: Sie gedeiht am besten in einer Wassertiefe von 0 bis 10 Zentimetern, verträgt aber auch zeitweise Trockenheit im Schlamm.
Boden: Der Untergrund sollte ein Magerer Boden (nährstoffarm) sein, da sie als Schwachzehrer empfindlich auf zu viele Nährstoffe reagiert.
Pflanzzeit: Setze die Simse idealerweise im Frühling von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Pflege: Die Pflanze ist sehr pflegeleicht; ein Rückschnitt ist im naturnahen Garten nicht erforderlich.
Vermehrung: Sie breitet sich durch unterirdische Ausläufer stetig aus und bildet so mit der Zeit dichte Teppiche.
Konkurrenz: Achte darauf, dass starkwüchsige Pflanzen sie nicht vollständig verdrängen.
Gute Partnerin: Das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides) ist eine ideale Begleiterin, da beide ähnliche Ansprüche an die Feuchtigkeit stellen und sich im flachen Wasser ergänzen.
Die Nadel-Sumpfsimse gehört zur Familie der Sauergräser (Cyperaceae) und ist eine heimische (indigene) Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Du findest sie natürlicherweise an flachen Ufern von Seen sowie auf schlammigen Böden, die zeitweise trockenfallen. Morphologisch zeichnet sie sich durch kriechende Ausläufer und borstenförmige Halme aus, die lediglich winzige, bräunliche Ähren an der Spitze tragen. Eine Besonderheit ist ihre Fähigkeit zur VAR-Mykorrhiza (eine Form der Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln), die ihr bei der Nährstoffaufnahme auf mageren Standorten hilft.
1 Video zu Nadel-Sumpfsimse

•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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