Bild folgtKI-generierte IllustrationEleocharis quinqueflora
Auch bekannt als: Armblütige Sumpfbinse, Scirpe Pauciflore
Typisch für die Wenigblütige Sumpfsimse (Eleocharis quinqueflora) sind ihre zierlichen, stängelartigen Halme, die an der Spitze jeweils eine winzige, bräunliche Ähre tragen. Im Gegensatz zu vielen anderen Gräsern wirkt sie fast blattlos und wird selten höher als 20 Zentimeter. Als Gartenbesitzer holst du dir mit ihr eine echte botanische Kostbarkeit ins Haus, denn sie ist in der Natur stark gefährdet. Sie ist eine Spezialistin für sehr feuchte, nährstoffarme Plätze und besetzt Nischen, in denen kaum eine andere Pflanze bestehen kann. Wenn du eine Schwachstelle für seltene Moor- und Sumpfpflanzen hast, wirst du an dieser unaufdringlichen Art deine Freude haben.
Rote-Liste-Juwel für das Moorbeet: Retten Sie eine unserer seltensten Simsen.
Nach aktuellen Datenbeständen liegen keine spezifischen Interaktionen mit Bestäubern oder Schmetterlingsraupen vor. Dennoch ist ihre ökologische Bedeutung hoch, da sie als Charakterart gefährdeter Flachmoore gilt und in der freien Natur auf der Roten Liste (Stufe 2) steht. Durch die Ansiedlung im Garten förderst du die Erhaltung einer indigenen (einheimischen) Art, die in der modernen Kulturlandschaft kaum noch Platz findet. Sie trägt zur strukturellen Vielfalt in feuchten Gartenbereichen bei und bietet in dichten Beständen Kleinstlebewesen am Teichrand Schutz. Als Teil einer spezialisierten Pflanzengemeinschaft hilft sie, das ökologische Gleichgewicht in künstlich angelegten Feuchtbiotopen zu stabilisieren.
Die Datenbank stuft die Pflanze als nicht kindersicher ein. Dies ist nicht auf Giftstoffe zurückzuführen – die Art gilt als ungiftig –, sondern liegt vermutlich an der Verletzungsgefahr durch die harten Halme oder dem Umstand, dass sie bevorzugt in tiefem Schlamm oder an ungesicherten Wasserstellen wächst. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht bei genauer Betrachtung der endständigen Ähren nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.1 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Simse sehr lichthungrig ist.
Feuchtigkeit: Der Boden muss dauerhaft nass sein (Ellenberg Feuchtezahl 8-9); die Pflanze verträgt sogar kurzzeitige Überstauung.
Bodenbeschaffenheit: Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) benötigt sie mageres Substrat, idealerweise kalkhaltigen Sand oder spezielles Moorsubstrat ohne Dünger.
Pflanzzeit: Setze sie zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Halte den Bereich frei von wüchsigen Gräsern, da sie konkurrenzschwach ist und leicht überwachsen wird.
Vermehrung: Die Pflanze breitet sich langsam über ihre Ausläufer aus und bildet mit der Zeit kleine Teppiche.
Winterpflege: Die Halme sollten über den Winter stehen bleiben, um den Wurzelstock zu schützen.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist das Sumpf-Herzblatt (Parnassia palustris) – beide teilen die Vorliebe für kalkreiche, nasse Standorte und ergänzen sich optisch durch ihre unterschiedlichen Wuchsformen.
Die Wenigblütige Sumpfsimse gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind kalkreiche Flachmoore und Quellfluren (nasse Bereiche um Wasseraustrittsstellen), wobei sie offene, fast rohbodenartige Stellen bevorzugt. Morphologisch zeichnet sie sich durch kriechende Rhizome (unterirdische Sprossachsen) aus, aus denen die grundständigen, blattlosen Halme entspringen. Die reduzierte Blütenform mit nur drei bis sieben Einzelblüten pro Ähre gab ihr den deutschen Namen.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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