Bild folgtKI-generierte IllustrationEleocharis uniglumis
Auch bekannt als: Scirpus uniglumis
An den aufrechten, blattlosen Halmen mit den einzelnen, braun glänzenden Ähren an der Spitze lässt sich die Einspelzige Sumpfsimse (Eleocharis uniglumis) sofort erkennen. Als heimische Wildpflanze ist sie eine spezialisierte Bewohnerin für deine nassen Gartenbereiche und Uferzonen. Da sie auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, sicherst du mit ihrer Pflanzung das Überleben einer Art, die in der freien Landschaft zunehmend ihren Lebensraum verliert. Sie bildet durch unterirdische Ausläufer dichte Bestände, die den Boden festigen und Struktur im Wasserwechselbereich bieten. Hast du in deinem Garten eine feuchte Senke oder einen Teichrand, an dem diese unaufdringliche Schönheit dauerhaft einziehen darf?
Seltene Uferspezialistin: Schütze eine bedrohte Wildpflanze in deinem Garten.
Die Einspelzige Sumpfsimse ist eine indigene Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz und damit ein fester Bestandteil unserer regionalen Ökosysteme. Da sie aktuell auf der Vorwarnliste der Roten Liste (V) geführt wird, hat ihre Erhaltung im Garten einen hohen naturschutzfachlichen Wert. Sie dient als wichtiger Strukturbildner in Feuchtzonen und bietet Versteckmöglichkeiten für Amphibien und spezialisierte Wirbellose. Auch wenn spezifische Bestäuberdaten für diese Art knapp sind, tragen ihre Samen zur natürlichen Nahrungsgrundlage in Wassernähe bei. Durch ihre Ausläufer trägt sie maßgeblich zur biologischen Uferbefestigung bei und schützt den Boden vor Erosion.
Die Pflanze gilt als nicht kindersicher. Das liegt vor allem an den festen, aufrechten Halmen, die bei unvorsichtigem Spielen oder Hineinfallen zu mechanischen Augenverletzungen oder Pieksern führen können. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht im Sumpfbereich kaum, da die charakteristische einzelne Endähre ein sehr deutliches Bestimmungsmerkmal ist.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.19 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Simse viel Licht für eine gesunde Entwicklung benötigt.
Boden: Die Erde sollte dauerhaft feucht bis nass sein; die Pflanze ist ein Mittelzehrer (benötigt einen Boden mit mäßigem Nährstoffgehalt).
Pflanzzeit: Setze die Simse idealerweise von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern kein Bodenfrost herrscht.
Wasser: Ideal ist ein Platz im Sumpfbeet oder am Rand eines Gartenteiches bei einer Wassertiefe von null bis zehn Zentimetern.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich; die abgestorbenen Halme dienen im Winter als natürlicher Schutz.
Vermehrung: Die Pflanze breitet sich über Rhizome (unterirdische Kriechsprosse) selbstständig aus und kann durch Teilung im Frühjahr leicht vermehrt werden.
Kombinationsempfehlung: Eine hervorragende Partnerin ist das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides). Beide Arten teilen die Vorliebe für nasse Standorte und das Vergissmeinnicht ergänzt das schlichte Grün der Simse mit blauen Blütenakzenten.
Die Einspelzige Sumpfsimse gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) innerhalb der Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). Sie ist in ganz Mitteleuropa heimisch und besiedelt bevorzugt nasse Wiesen, Flachmoore und periodisch überschwemmte Ufer. Morphologisch zeichnet sie sich dadurch aus, dass die unterste Schuppe am Blütenstand, die sogenannte Spelze, den Halm fast vollständig umschließt. Die Pflanze lebt in einer VAR-Mykorrhiza (einer Symbiose mit Pilzen, die Nährstoffe gegen Zucker austauschen), was ihr hilft, auch auf wechselfeuchten Standorten stabil zu wachsen.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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