Bild folgtKI-generierte IllustrationElsholtzia ciliata
Auch bekannt als: Elsholtzia ciliata, Vietnamesische Melisse, Kammminze
Mit ihren einseitig gekämmten, violetten Blütenständen fällt die Kammminze (Elsholtzia ciliata) sofort auf. Da sie intensiv nach Zitrone und Minze duftet, ist sie auch für uns Menschen ein besonderes Erlebnis. Im Garten fördert sie die Vielfalt, indem sie als einjähriges Kraut schnell offene Bodenstellen besiedelt und Struktur bietet. Du wirst sehen, wie dieser aromatische Gast deinem Garten im Spätsommer neues Leben einhaucht. Hast du schon einen sonnigen Platz für sie gefunden?
Aromatischer Spätblüher: Die Kammminze bringt Duft und Farbe in den Herbstgarten.
Die ökologische Bedeutung der Kammminze liegt vor allem in ihrer späten Blütezeit von August bis September. In dieser Phase bietet sie ein wichtiges Nahrungsangebot für Bestäuber, wenn viele andere heimische Wiesenblumen bereits verblüht sind. Da sie in Österreich heimisch ist, stellt sie einen wertvollen Baustein für die regionale Artenvielfalt dar. Durch ihren starken Duft und das Nektarangebot zieht sie fliegende Gäste an, auch wenn spezifische Daten zu einzelnen Insektenarten derzeit nicht vorliegen. Als Pionierpflanze hilft sie zudem, den Boden zu festigen und bietet Kleinstlebewesen Schutz in dicht bewachsenen Beständen.
Die Kammminze wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb im Garten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten ist. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Arten besteht aufgrund der charakteristischen, einseitigen Blütenform und des aromatischen Duftes jedoch kaum. Die Pflanze sollte nicht verzehrt werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.38 m
Die Kammminze gedeiht am besten an einem vollsonnigen Standort, verträgt aber auch lichten Halbschatten.
Der Boden sollte frisch und nährstoffreich sein, wobei sie mit normaler Gartenerde meist gut zurechtkommt.
Da die Pflanze einjährig ist, solltest du sie zwischen März und Mai direkt an Ort und Stelle aussäen.
Drücke die Samen nur leicht an, da sie Licht zum Keimen benötigen (Lichtkeimer).
Während der Keimphase ist eine gleichmäßige Feuchtigkeit wichtig, später ist die Pflanze recht anspruchslos.
Um sie im Garten zu halten, lasse die Blütenstände im Herbst ausreifen, damit sie sich durch Selbstaussaat erhalten kann.
Ein Rückschnitt ist erst im Spätwinter nötig, wenn du die vertrockneten Stängel als Strukturgeber im Winter behalten möchtest.
In Österreich ist sie vollkommen an das Klima angepasst und benötigt keinen zusätzlichen Winterschutz.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich optisch durch ihre unterschiedlichen Wuchsformen.
Die Kammminze (Elsholtzia ciliata) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Ihr natürliches Verbreitungsgebiet in der Region liegt primär in Österreich, wo sie an Ufern oder auf nährstoffreichen Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Rohbodenstandorte) wächst. Charakteristisch ist der einseitswendige Blütenstand, der an eine Bürste erinnert, sowie die gegenständigen, gesägten Blätter. Als einjährige Pflanze schließt sie ihren gesamten Lebenszyklus innerhalb eines einzigen Sommers ab. Morphologisch unterscheidet sie sich durch ihre behaarten Stängel und den intensiven Duft deutlich von anderen Minzarten.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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