Bild folgtKI-generierte IllustrationEmberiza pusilla Pallas, 1776
Auch bekannt als: Zwergammer
Die Zwergammer (Emberiza pusilla) ist ein kleiner, braun gestreifter Vogel mit charakteristisch rostbraunen Wangen, der durch seinen feinen, hohen „tzick“-Ruf und ein unauffaelliges Verhalten am Boden auffaellt. Du kannst diesen zierlichen Gast vor allem an seinem spitzen, dunklen Schnabel erkennen, der ihn als typischen Koernerfresser (Vogel, der sich von Samen ernaehrt) ausweist. In der warmen Jahreszeit sucht das Tier zudem gezielt nach Insekten, um seinen Nachwuchs mit ausreichend Proteinen (Eiweissstoffen) zu versorgen. Als Bodenbrueter (Vogel, der sein Nest am Erdboden errichtet) ist die Art auf geschuetzte, ungestoerte Bereiche in der Landschaft angewiesen. Die Zwergammer ist ein Langstreckenzieher (Vogel, der grosse Distanzen zwischen Brutgebiet und Winterquartier zuruecklegt) und besucht unsere Region meist nur in den Wintermonaten. In deinem Garten kannst du den Vogel unterstuetzen, indem du naturnahe Flaechen mit Wildkraeutern stehen laesst und auf Pestizide (chemische Mittel zur Schaedlingsbekaempfung) verzichtest. Eine Zufuetterung mit feinen Saemereien an einer sicheren Futterstelle hilft dem kleinen Gast besonders im Februar. Achte darauf, dass Katzen keinen Zugang zu bodennahen Bereichen haben, da dieser Vogel bevorzugt auf der Erde nach Nahrung sucht.
Diese Art ist nach geltendem Naturschutzrecht streng geschuetzt. Da sie bei uns fast ausschliesslich als Gastvogel auftritt, darfst du sie bei der Rast oder Nahrungssuche keinesfalls stoeren oder bedraengen. Beobachte das Tier am besten mit ausreichendem Abstand.
Die Zwergammer gehoert zur Familie der Ammern (Emberizidae) innerhalb der Ordnung der Sperlingsvoegel. Sie ist in den noerdlichen Regionen von Europa und Asien verbreitet und kommt in Deutschland, Oesterreich, Belgien und der Schweiz regelmaessig als Gastvogel vor. Von der aehnlichen Rohrammer (Emberiza schoeniclus) unterscheidet sie sich durch ihre deutlich geringere Groesse und die markante rotbraune Kopfzeichnung. Ihre Lebensweise ist eng an offene, feuchte Gelaendestrukturen gebunden, in denen sie am Boden nach Nahrung sucht.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →