Bild folgtKI-generierte IllustrationEmberiza rustica Pallas, 1776
Auch bekannt als: Waldammer
Die Waldammer (Emberiza rustica) erkennt Ihr an ihrem auffaellig gezeichneten Kopf mit dunklen und hellen Streifen sowie dem markanten rostbraunen Band ueber der Brust. Im Flug zeigt dieser etwa sperlingsgrosse Vogel weisse aeussere Schwanzfedern, was ein typisches Erkennungsmerkmal vieler Ammern ist. Ihr Gesang ist ein kurzes, feines und sehr melodisches Zwitschern, das oft von einer erhoehten Warte aus vorgetragen wird. Als typischer Koernerfresser (Samenfresser) ernaehrt sie sich ausserhalb der Brutzeit vorwiegend von wilden Saemereien, waehrend sie im Sommer auf proteinreiche Insektenkost (Nahrung aus Kerbtieren) umstellt. Ihre Nester errichtet sie bevorzugt als Bodenbrueter (Vogel, der am Erdboden nistet) gut versteckt in der dichten Vegetation. In unseren Breiten ist dieser Gast ein Kurz- bis Langstreckenzieher (Vogel, der weite Distanzen zum Ueberwintern zuruecklegt), der sich eher selten direkt in Gaerten zeigt. Um ihr zu helfen, solltet Ihr Euren Garten naturnah gestalten und krautige Strukturen sowie wilde Ecken bewusst belassen. Eine Zufuetterung mit feinen Saemereien an geschuetzten Stellen kann diesen seltenen Besuchern im Winter oder zeitigen Fruehjahr helfen. Achtet stets darauf, dass Katzen keinen Zugang zu bodennahen Futterstellen haben. Ein strukturreiches Gelaende bietet den Tieren wichtigen Schutz vor Praedatoren (Fressfeinden).
Wie alle heimischen Vogelarten steht die Waldammer unter dem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes. Da sie am Boden nistet, duerfen moegliche Brutstaetten in naturnahen Gartenbereichen nicht gestoert werden. Eine Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit der haeufigeren Rohrammer.
Die Waldammer gehoert zur Familie der Ammern (Emberizidae) innerhalb der Ordnung der Sperlingsvoegel. Sie ist vorwiegend in borealen Nadelwaeldern verbreitet, gilt jedoch in der gesamten Region als heimisch. Von der aehnlichen Rohrammer unterscheidet sie sich durch den auffaelligen rostbraunen Nacken und die weisse Unterseite. Ihre Lebensweise ist eng an feuchte Habitate (Lebensraeume) gebunden, wobei sie als Bodenbrueter sehr stoerungsempfindlich auf menschliche Einfluesse reagiert.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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