Bild folgtKI-generierte IllustrationEntodon schleicheri
Auch bekannt als: Entodon schleicheri
Wer das Schleichers Entodon-Moos (Entodon schleicheri) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Seine seidig glänzenden, gelbgrünen Polster liegen wie flache, dichte Matten auf dem Untergrund. In deinem Garten ist es ein wertvoller Bewohner für kalkreiche Mauern oder Steingartenpartien, da es Feuchtigkeit speichert und den Boden vor Erosion (Abtragung durch Wind und Wasser) schützt. Es besiedelt Nischen, die für viele Blütenpflanzen zu extrem sind, und verbessert so das Kleinklima. Wenn du trockene, sonnige Stellen mit Kalkgestein hast, ist dieses Moos ein wunderbarer, pflegeleichter Akzent. Schau es dir im Februar einmal genau an, wenn es bei feuchter Witterung besonders vital wirkt.
Seidiger Goldglanz für Kalkmauern: Ein robuster Pionier für trockene Nischen.
In der ökologischen Gestaltung dient dieses Moos als wichtiger Bodenfestiger und Feuchtigkeitsspeicher an Standorten, die für andere Pflanzen zu karg sind. Es fungiert als Pionierart, die offene Flächen stabilisiert und so Lebensraum für kleinste Organismen schafft. In den dichten Polstern finden Kleinstlebewesen wie Springschwänze (Collembola) Schutz und Nahrung. Da für diese Art keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, liegt ihr Hauptnutzen im Garten in der Regulierung des Wasserhaushalts und der Förderung der Bryosphäre (der Lebensgemeinschaft der Moose). Es trägt zur biologischen Vielfalt bei, indem es spezialisierten Mikrofauna-Arten eine Nische bietet.
Nach den vorliegenden Daten ist die Pflanze als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn Moose im Allgemeinen nicht als stark giftig gelten, solltest du darauf achten, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Gefäßpflanzen besteht aufgrund der typischen Moosgestalt nicht.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Das Moos benötigt einen sonnigen bis halbschattigen Platz, idealerweise auf kalkhaltigem Untergrund.
Standort : Ideal sind Mauerkronen, Steinritzen oder offene Bodenstellen in sonniger Lage.
Boden : Der Untergrund sollte mineralisch und basenreich sein, beispielsweise Kalkstein oder Mörtelfugen.
Pflanzzeit : Du kannst Moospolster von März bis Mai oder im Herbst von September bis November ansiedeln, solange der Boden offen ist.
Feuchtigkeit : Als poikilohydrische Pflanze (wechselfeucht) übersteht es Austrocknung problemlos und belebt sich bei Regen sofort wieder.
Pflege : Halte die Flächen frei von Falllaub, damit das Moos darunter nicht erstickt oder fault.
Vermehrung : Kleinere Polsterstücke können vorsichtig angedrückt werden, bis sie festgewachsen sind.
Kombination : Ein guter Partner ist der Weiße Mauerpfeffer (Sedum album) – beide teilen die Vorliebe für trockene, kalkreiche Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend auf Mauern.
Schleichers Entodon-Moos (Entodon schleicheri) ist ein kriechend wachsendes Laubmoos, das in Deutschland und Österreich heimisch ist. Es besiedelt bevorzugt xerotherme Standorte (trockene, warme Plätze) und zeigt eine starke Bindung an kalkhaltige Untergründe. Charakteristisch sind die verflachten Zweige und der auffallende Goldglanz der Blättchen, die dem Moos ein fast künstliches, seidiges Aussehen verleihen. Es wächst meist prostrat (flach anliegend) und bildet ausgedehnte Teppiche auf Gestein oder basenreicher Erde.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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