Bild folgtKI-generierte IllustrationEpilobium nutans
Typisch fuer das Nickende Weidenröschen (Epilobium nutans) sind seine zierlichen, blassvioletten Blüten, die vor dem Aufblühen charakteristisch nach unten hängen. In deinem Garten leistest du mit dieser Art einen echten Beitrag zum Artenschutz, da sie auf der Roten Liste als stark gefährdet (Kategorie 2) geführt wird. Sie ist ein Spezialist für feuchte, sonnige Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Da sie indigen (ursprünglich einheimisch) ist, fügt sie sich perfekt in das ökologische Gleichgewicht deiner Region ein. Die Pflanze zeigt dir durch ihr Gedeihen an, ob dein Gartenboden die richtige Feuchtigkeit hält. Wenn du einen feuchten Platz im Garten hast, ist diese seltene Schönheit genau die richtige Wahl für dich.
Rote-Liste-Kostbarkeit: Rettet das seltene Nickende Weidenröschen im eigenen Garten.
Das Nickende Weidenröschen ist eine ökologische Kostbarkeit, da es in der Natur auf der Roten Liste als stark gefährdet eingestuft wird. Durch die Ansiedlung förderst du aktiv den Erhalt einer indigenen (einheimischen) Art, die aus vielen Landschaften bereits verschwunden ist. Sie besetzt wichtige Nischen an feuchten Standorten, die für die Stabilität regionaler Ökosysteme in Deutschland, Österreich und der Schweiz entscheidend sind. Als Teil der heimischen Flora trägt sie zur genetischen Vielfalt bei. Da sie eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) nutzt, unterstützt sie zudem ein gesundes Bodenleben. Jede Pflanze in deinem Garten wirkt somit als kleiner Baustein gegen das Artensterben.
Das Nickende Weidenröschen ist laut Datenbank-Angaben nicht kindersicher, weshalb Vorsicht geboten ist. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Eine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten besteht bei genauer Betrachtung der charakteristisch nickenden Blütenknospen kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.11 m
Standort: Wähle für die Pflanze einen vollsonnigen Platz aus.
Boden: Die Erde sollte dauerhaft feucht sein, wobei die Art als Mittelzehrer mit einem normalen Nährstoffangebot ohne zusätzliche Düngergaben gut zurechtkommt.
Pflanzzeit: Setze das Weidenröschen entweder im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen (frostfrei) ist.
Wässerung: Achte besonders in heißen Sommermonaten darauf, dass der Wurzelbereich niemals vollständig austrocknet.
Vermehrung: Die Pflanze sorgt meist selbst für Nachkommen, indem sie ihre feinen Flugsamen über den Wind verbreitet.
Rückschnitt: Ein Rückschnitt im Herbst ist nicht notwendig; lass die Stängel über den Winter stehen, um den Boden zu beschatten.
Bodenruhe: Da die Pflanze eine Symbiose mit Pilzen eingeht, solltest du den Boden im Wurzelbereich möglichst selten stören oder umgraben.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides).
Ökologische Begründung: Beide Arten teilen die Vorliebe für feuchte, sonnige Standorte und kommen in natürlichen Pflanzengesellschaften gemeinsam vor.
Das Nickende Weidenröschen gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae) innerhalb der Ordnung der Myrtenartigen. Es ist in der gesamten DACH-Region heimisch und besiedelt bevorzugt feuchte, sonnige Lebensräume. Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) benötigt es einen normalen Gartenboden ohne übermäßige Düngung. Eine morphologische Besonderheit ist der bogig geneigte Blütenstand vor der Anthese (Blütezeit). Zudem geht die Pflanze eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen) ein, was ihre Nährstoffaufnahme an naturnahen Standorten optimiert.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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