Bild folgtKI-generierte IllustrationEpisinus truncatus Latreille, 1809
Auch bekannt als: Gestutzte Kabelspinne
Die Dreiecksspinne erkennst du an ihrem markant geformten Hinterleib, der nach hinten verbreitert ist und am Ende fast gerade abgeschnitten wirkt, was ihr ein charakteristisches, eckiges Profil verleiht. Ihre Färbung reicht von hellbraun bis fast schwarz, wodurch sie in der Laubschicht hervorragend getarnt ist. Als Mitglied der Familie der Haubennetzspinnen nutzt sie eine reduzierte Jagdstrategie und baut kein klassisches Radnetz, sondern spannt lediglich einige wenige Fangfäden zwischen niedrigen Strukturen. Oft hängen diese Fäden in einer schlichten Dreiecksform nahe am Boden, wo die Spinne kopfunter auf Beute lauert. In deinem Garten bewohnt sie bevorzugt die Krautschicht (den Bereich der niedrigen Kräuter und Stauden) sowie die schattige Falllaubschicht. Dort wirkt sie als nützlicher Regulator, indem sie kleine Insekten und andere Bodenbewohner erbeutet. Du kannst dieses Tier unterstützen, indem du in abgelegenen Gartenecken Laub und abgestorbene Pflanzenteile belässt. Solche Strukturen bieten ihr den nötigen Schutz für ihre Lebensweise. Vermeide es, im Winter alle Bodenflächen kahl zu fegen, um ihre Überwinterungsquartiere nicht zu stören.
Diese Spinne ist für Menschen vollkommen harmlos und aufgrund ihrer geringen Größe nicht in der Lage, die menschliche Haut zu durchdringen. Sie verhält sich sehr zurückhaltend und zieht sich bei Störungen sofort in das schützende Laub zurück.
Die Dreiecksspinne (Episinus truncatus) gehört zur Ordnung der Webspinnen (Araneae) und innerhalb dieser zur Familie der Haubennetzspinnen (Theridiidae). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt vorrangig die Boden- und Krautschicht. Mit einer Körperlänge von etwa 3 bis 4 Millimetern gehört sie zu den kleineren Spinnenarten unserer Region. Ihre Lebensweise ist eng an bodennahe Habitate gebunden, in denen sie ihre spezialisierten Fangfäden anlegt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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