Bild folgtKI-generierte IllustrationEragrostis minor
Kaum zu uebersehen: Das Kleine Liebesgras (Eragrostis minor) verrät sich durch seine zierlichen, oft violett schimmernden Rispen (verzweigte Bluetenstaende), die bei der kleinsten Brise wie ein feiner Nebel über dem Boden tanzen. Als Neophyt (Pflanzenart, die nach 1492 zu uns kam) ist es heute ein fester Bestandteil unserer Flora und besetzt oekologische Nischen an besonders warmen, trockenen Plaetzen. Es hilft dabei, kahle Stellen im Garten schnell zu begruehnen und den Boden vor Erosion (Bodenabtragung) zu schuetzen. Wenn du sonnige Pflasterritzen oder trockene Beetecken hast, in denen sonst kaum etwas waechst, bietet dieses Gras eine naturnahe Loesung. Mit dieser Wahl foerderst du eine widerstandsfaehige Vielfalt direkt vor deiner Haustuer.
Filigraner Ueberlebenskuenstler fuer sonnige Trockenstellen und Fugen.
Als Pionierpflanze (Art, die neue Lebensraeume schnell besiedelt) schliesst das Kleine Liebesgras Luecken auf kargen, sonnigen Flaechen. Da derzeit keine spezifischen Bestaeuberdaten oder Raupen-Beziehungen vorliegen, liegt der oekologische Schwerpunkt auf der Bereitstellung von Struktur an Extremstandorten. Es bietet kleinraeumigen Schutz fuer bodenbewohnende Lebewesen und hilft, das Kleinklima an trockenen Stellen durch Bodenbedeckung zu verbessern. Durch seine Faehigkeit, an Orten zu wachsen, die fuer viele heimische Arten zu heiss sind, traegt es zur biologischen Vielfalt in urbanen oder stark exponierten Gartenbereichen bei.
Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Wildgraesern. Allerdings wird das Kleine Liebesgras laut vorliegenden Daten als nicht kindersicher eingestuft. Es empfiehlt sich daher, die Pflanze eher in Randbereichen oder Zierbeeten und nicht direkt an Spielplätzen einzusetzen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.18 m
Das Kleine Liebesgras ist ein Spezialist fuer schwierige Standorte und benötigt einen Platz in der vollen Sonne. Bei der Bodenfeuchte ist es anspruchslos und bevorzugt trockene Verhältnisse, wobei es als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Naehrstoffbedarf) in ganz normaler Gartenerde gedeiht. Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen Maerz und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Waehle einen warmen, sonnenexponierten Standort.
Das Gras ist einjaehrig und stirbt im Winter oberirdisch ab.
Da es sich durch Selbstaussaat vermehrt, solltest du die Samenstaende ueber den Winter stehen lassen.
Ein Rueckschnitt der vertrockneten Halme ist erst im zeitigen Fruehjahr sinnvoll.
Zusaetzliches Duengen ist bei normalem Boden nicht erforderlich.
Gute Partnerin: Die Gewoehnliche Schafgarbe (Achillea millefolium).
Beide teilen die Vorliebe fuer sonnige, eher trockene Standorte und bilden durch ihre unterschiedlichen Wuchsformen eine harmonische, oekologisch wertvolle Gemeinschaft.
Das Kleine Liebesgras (Eragrostis minor) gehoert zur Familie der Suessgraeser (Poaceae) und ist in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz weit verbreitet. Typisch fuer diese einjaehrige Pflanze sind die lockeren, bis zu 20 Zentimeter langen Bluetenstaende und die graugruenen Blaetter. Es bevorzugt als Lebensraum offene, warme Standorte auf lockeren Boeden, wie man sie oft in Weinbergen oder auf Bahnarealen findet. Morphologisch zeichnet es sich durch seine Druesen an den Blattscheiden aus, was es von anderen Graesern unterscheidet.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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