Bild folgtKI-generierte IllustrationEragrostis minor subsp. minor
Wer das Kleine Liebesgras (Eragrostis minor subsp. minor) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen filigranen, lockeren Blütenrispen, die wie ein feiner Nebel über dem Boden schweben, ist es eine überaus zierliche Erscheinung. Das Gras erreicht eine präzise Wuchshöhe von 0,18 m und besiedelt bevorzugt warme, trockene Stellen, die viele andere Pflanzen meiden. Obwohl es als Neophyt (eine nach 1492 bei uns eingewanderte Art) gilt, spielt es eine wichtige Rolle beim Schließen von Bodenlücken an extremen Standorten. Es ist die ideale Wahl für dich, wenn du schwierige, sonnige Pflasterritzen oder karge Beetränder ökologisch beleben möchtest.
Filigraner Pionier: Das 0,18 m kleine Gras meistert trockenste Standorte.
Als Pionierpflanze an trockenen Standorten leistet das Kleine Liebesgras einen wichtigen Beitrag zur Bodenstabilität in kargen Gartenbereichen. Die Ausbreitung erfolgt effizient durch extrem leichte Diasporen (Samenkörner mit nur 0,08 mg Gewicht), die durch den Wind oder über weite Strecken verteilt werden. Da es sich um einen Mäßigwärmezeiger handelt, kommt die Art hervorragend mit der zunehmenden Erwärmung in Siedlungsräumen zurecht. In deinem Naturgarten schließt es Lücken auf kalkhaltigen Böden, die für anspruchsvollere Arten zu trocken wären. Spezifische Bestäuberdaten liegen aktuell nicht vor, doch seine Präsenz bereichert die strukturelle Vielfalt trockener Lebensräume.
Bitte beachte, dass das Kleine Liebesgras als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine spezifische Giftigkeit für Menschen oder Haustiere bekannt ist, solltest du dies bei der Standortwahl in Familiengärten berücksichtigen. Verwechslungen mit gefährlichen Giftpflanzen sind aufgrund des charakteristischen Wuchses von 0,18 m unwahrscheinlich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.179 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), der mindestens sechs Stunden direkte Sonne am Tag erhält.
Boden: Ein normaler Gartenboden für Mittelzehrer (Nährstoffwert 5) ist ideal; eine zusätzliche Düngung ist nicht erforderlich.
Feuchtigkeit: Halte den Boden eher trocken (Feuchtewert 3) und sorge für einen guten Wasserabzug, um Staunässe zu vermeiden.
Bodenreaktion: Die Pflanze bevorzugt kalkhaltige oder basische Untergründe (Reaktionswert 7).
Pflanzzeit: Setze das Gras im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden offen ist.
Vermehrung: Durch die extrem leichten Samen (0,08 mg) verbreitet sich die Art unkompliziert über den Wind.
Pflege: Lasse die Halme über den Winter stehen, um den Boden zu schützen.
Gute Partnerin: Die Färberkamille (Anthemis tinctoria) — sie teilt die Vorliebe für sonnige, trockene Standorte und bildet einen schönen farblichen Kontrast.
Das Kleine Liebesgras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) innerhalb der Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). In unserer Region besiedelt es als etablierter Neophyt vor allem xerotherme Standorte (trockene, warme Plätze) wie Wegränder oder Bahndämme. Auffällig sind seine breitblättrigen, flachen Blätter und die graugrünen Ährchen, die typisch für die Gattung Eragrostis sind. Mit einer festen Wuchshöhe von 0.18 m bleibt es kompakt und bildet keine Verholzungen aus. Es bevorzugt kalkhaltige oder basische Böden und zeigt eine hohe Anpassung an mäßig warme Klimabedingungen.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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