Bild folgtKI-generierte IllustrationEragrostis minor subsp. minor
Typisch für das Kleine Liebesgras sind seine lockeren, fast wolkenartigen Blütenstände, die im Sommer filigran über dem Boden schweben. Du erkennst es zudem an den oft gräulich bis bleifarben getönten Ährchen (Teilblütenstände der Gräser). Im Naturgarten ist es ein wertvoller Lückenfüller für trockene, sonnige Stellen, an denen kaum etwas anderes wächst. Es hilft dir dabei, offene Bodenstellen im Pflaster oder an Wegrändern ökologisch sinnvoll zu begrünen. Da es mit extremer Hitze sehr gut umgeht, ist es eine robuste Wahl für deinen Garten. Probiere es einfach mal an einer schwierigen Sonnenstelle aus.
Filigraner Überlebenskünstler für die heißesten Sonnenplätze deines Gartens.
Als Pionierpflanze (Art, die neues Gelände schnell besiedelt) besetzt das Kleine Liebesgras ökologische Nischen auf trockenen, sandigen Böden. Da für diese Art keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, lässt sich die direkte Bedeutung für Wildbienen schwer quantifizieren. In deinem Garten bietet es jedoch als Bodenbedeckung einen wichtigen Schutzraum für Kleinstlebewesen in Hitzeperioden. Die feinen Samen dienen im Winter als potenzielle Nahrung für Vögel. Durch seine hohe Trockenresistenz trägt es zur Stabilisierung des Mikroklimas (kleinräumiges Klima) an extremen Standorten bei und verhindert dort die Bodenerosion (Abtragung durch Wind oder Wasser).
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft. Zwar ist sie nicht als giftig bekannt, doch können die feinen Ährchen und festen Halme bei Kontakt mechanische Reizungen an empfindlicher Haut oder den Augen verursachen. In Bereichen, in denen kleine Kinder intensiv spielen, ist daher eine gewisse Umsicht ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.18 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz; das Gras liebt Wärme und Licht.
Boden: Ein normaler Gartenboden ohne besondere Ansprüche (Mittelzehrer) reicht aus, solange er trocken und durchlässig ist.
Pflanzzeit: Du kannst das Gras im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Die Pflanze ist extrem pflegeleicht und benötigt in der Regel keine zusätzliche Bewässerung oder Düngung.
Vermehrung: Es handelt sich um eine einjährige bis kurzlebig mehrjährige Art, die sich an zusagenden Stellen durch Selbstaussaat erhält.
Rückschnitt: Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich; die vertrockneten Halme können über den Winter stehen bleiben.
Kombination: Eine ideale Nachbarin ist der Arznei-Thymian (Thymus pulegioides) – beide teilen die Vorliebe für Xerothermstandorte (trocken-warme Plätze) und ergänzen sich hervorragend in der Bodenbedeckung.
Das Kleine Liebesgras wird der Ordnung der Süßgrasartigen (Poales) und der Familie der Süßgräser (Poaceae) zugeordnet. Als Neophyt (nach 1492 eingeführte und eingebürgerte Art) hat es sich in den wärmeren Lagen Mitteleuropas fest etabliert. Es besiedelt dort vor allem trocken-warme Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Standorte). Morphologisch (gestaltlich) zeichnet es sich durch ausgebreitete Blütenrispen und winzige Drüsenhöcker an den Blatträndern aus, die du mit einer Lupe gut entdecken kannst. Die Halme wachsen meist knickig aufsteigend und werden bis zu 30 Zentimeter hoch.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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