Bild folgtKI-generierte IllustrationErebia calcaria
Auch bekannt als: Karawanken-Mohrenfalter, Lorkovic's Mohrenfalter
An den rußig-dunkelbraunen Flügeloberseiten mit einer hellgelben bis ockerfarbenen Binde, in der zwei kleine, weiß gekernte Augenflecken sitzen, lässt sich Erebia calcaria sofort erkennen. Dieser Schmetterling, oft Karawanken-Mohrenfalter genannt, ist ein spezialisierter Gebirgsbewohner, der lediglich eine Generation pro Jahr hervorbringt. Seine Eier legt das Weibchen einzeln an trockenen Halmen von Gräsern ab. Da die Art ausschließlich in hohen Gebirgslagen vorkommt, wirst du sie im Frühling in deinem Garten nicht antreffen, da sie zu dieser Zeit noch als Larve (Raupe) unter der Schneedecke ruht. Erst im Hochsommer ab Juli besuchen die Falter zur Nektarsuche Pflanzen wie die Glanz-Skabiose (Scabiosa lucida) oder die Berg-Flockenblume (Centaurea montana). Die Raupe frisst bevorzugt am Kärntner Schwingel (Festuca quadriflora), einem heimischen Gebirgsgras. Den Winter überdauert das Tier als junge Raupe in einer Kältestarre (ein Zustand, in dem der Stoffwechsel fast vollständig ruht) tief im Wurzelhals von Grasbüscheln. Wenn du einen Garten in alpiner Randlage besitzt, kannst du die Art fördern, indem du magere Grasflächen (nährstoffarme Wiesen) erst sehr spät im Jahr mähst und auf jeglichen Dünger verzichtest.
Dieser Falter ist für den Menschen völlig harmlos, da er weder stechen noch beißen kann. Er ist jedoch streng geschützt und steht auf der Roten Liste (Verzeichnis gefährdeter Arten), weshalb er in seinem natürlichen Lebensraum nicht gestört oder eingefangen werden darf. Aufgrund seiner Seltenheit und Standorttreue (Bindung an einen engen Lebensraum) ist er ein wertvoller Indikator für intakte alpine Ökosysteme.
Erebia calcaria ist ein Schmetterling aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae) und gehört zur Gattung der Mohrenfalter. Sein Verbreitungsgebiet ist in unserer Region extrem begrenzt und umfasst primär die Karawanken in Österreich sowie angrenzende Gebiete in Slowenien und Italien. Er ist ein typischer Bewohner von Kalkmagerrasen (trockene, kalkhaltige Wiesen) und Geröllhalden in Höhenlagen zwischen 1400 und 2300 Metern. Mit einer Flügelspannweite von etwa 35 bis 40 Millimetern ist er ein eher kleinerer Vertreter seiner Gattung, der durch seine dunkle Färbung optimal an das kühle Gebirgsklima angepasst ist.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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