Bild folgtKI-generierte IllustrationErebia christi
Auch bekannt als: Christs Mohrenfalter, Raetzers Mohrenfalter
An der markanten rötlichen Binde auf den dunkelbraunen Vorderflügeln lässt sich Erebia christi sofort erkennen. Dieser Schmetterling, oft Walliser Mohrenfalter genannt, ist eine der seltensten Arten in den alpinen Hochlagen der Schweiz. Das Tier bringt jährlich nur eine Generation hervor, was wir Biologen als univoltin (nur eine Generation pro Jahr bildend) bezeichnen. Da die Art endemisch (nur in einer ganz bestimmten Region vorkommend) ist, triffst du sie ausschließlich in einem kleinen Teil der Walliser Alpen an. Die Weibchen legen ihre Eier einzeln an den Halmen des Harten Schwingels (Festuca quadriflora) ab. Aus diesen schlüpfen im Spätsommer die kleinen Raupen, die ausschließlich an diesem speziellen Gras fressen. Im Sommer suchen die erwachsenen Falter zur Energiegewinnung bevorzugt Blüten wie die Berg-Flockenblume (Centaurea montana) auf. Im Frühling und Herbst kannst du keine fliegenden Falter beobachten, da die Art in diesen Zeiten als Larve im Gras verborgen lebt. Zur Überwinterung verharrt die junge Raupe in einer Diapause (Entwicklungsruhe) gut geschützt am Boden unter einer dichten Schneedecke. In einem gewöhnlichen Garten im Flachland wird man diesen Spezialisten nicht finden. Wenn du jedoch in der passenden Höhenlage wohnst, kannst du die Art fördern, indem du alpine Magerrasen (nährstoffarme Grasflächen) unberührt lässt.
Völlig harmlos und ein streng geschützter Bewohner der Hochalpen. Du darfst die Tiere keinesfalls fangen oder in ihrem natürlichen Verhalten beeinträchtigen. Da sie nur in einem sehr begrenzten Gebiet vorkommen, ist eine Verwechslung im heimischen Garten außerhalb der Hochalpen fast ausgeschlossen.
Erebia christi ist ein Vertreter der Edelfalter (Nymphalidae) und gehört zur Gattung der Mohrenfalter. Seine Verbreitung ist auf ein winziges Gebiet im schweizerischen Wallis und angrenzende Zonen in Italien beschränkt. Er besiedelt bevorzugt steile, sonnenseitige Grashänge in Höhenlagen zwischen 1300 und 2100 Metern. Für Laien ist er an der dunkelbraunen Grundfarbe und der orangefarbenen Binde mit meist zwei weiß gepunkteten Augenflecken erkennbar. Die Art gilt als eine der am stärksten bedrohten Schmetterlingsarten des europäischen Kontinents.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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