Bild folgtKI-generierte IllustrationErebia sudetica
Auch bekannt als: Erebia
Der Sudetische Mohrenfalter (Erebia sudetica) zeichnet sich durch seine charakteristisch dunkle Färbung aus, die für das Überleben in kühlen Gebirgsregionen von Vorteil ist. In Deinem Garten wird dieser seltene Gast vermutlich nur auftauchen, wenn Du in einer entsprechend hohen Gebirgslage wohnst. Da es sich um einen Schmetterling handelt, ist er ein flinker Flieger, der vor allem an sonnigen Vormittagen aktiv nach Nahrung sucht. Die erwachsenen Tiere ernähren sich vom Nektar verschiedener Blüten, um genügend Energie für ihre Flugphasen und die Fortpflanzung zu erhalten. Ihre Larven (Raupen) finden ihre Nahrung an verschiedenen Gräsern, die typisch für unberührte Bergwiesen sind. In der Natur übernimmt diese Art eine wichtige Rolle als Bestäuber und ist zudem Teil der Nahrungskette für insektenfressende Vögel. Du kannst den Erhalt solcher Arten fördern, indem Du Deinen Garten naturnah gestaltest und auf den Einsatz von Pestiziden (Schädlingsbekämpfungsmitteln) verzichtest. Das Belassen von ungemähten Wildgrasstellen bietet den Tieren wertvolle Entwicklungsräume für ihren Nachwuchs. Da dieser Falter hohe Ansprüche an seinen Lebensraum stellt, ist sein Besuch eine Auszeichnung für die ökologische Qualität Deines Gartens. Beobachte die Tiere am besten in Ruhe aus der Distanz, um sie nicht in ihrem natürlichen Verhalten zu stören. Ein Garten mit hoher Strukturvielfalt ist die beste Unterstützung, die Du diesen spezialisierten Tieren anbieten kannst. Die Erhaltung solcher Spezialisten sichert langfristig die Vielfalt unserer heimischen Bergwelt.
Dieser Schmetterling ist für Menschen und Haustiere vollkommen harmlos und verfügt über keinerlei Abwehrmechanismen wie Gift oder Stacheln. Da der Falter aufgrund seiner Seltenheit strengen Schutzbestimmungen unterliegt, sollte er in seinem Lebensraum lediglich beobachtet und keinesfalls eingefangen werden.
Der Sudetische Mohrenfalter (Erebia sudetica) gehört zur Gruppe der Schmetterlinge und ist speziell in isolierten europäischen Gebirgszügen beheimatet. Er besiedelt vorzugsweise Standorte in höheren Lagen, wie zum Beispiel feuchte Bergwiesen oder Waldränder. Die Art ist aufgrund ihrer speziellen Anforderungen an das Mikroklima (lokal begrenztes Klima) sehr standorttreu und reagiert empfindlich auf Veränderungen. In der Biologie gilt er als wichtiger Indikator (Anzeiger) für intakte und ökologisch wertvolle Gebirgsökosysteme.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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