Bild folgtKI-generierte IllustrationErignathus barbatus
Auch bekannt als: Bartrobbe
Die Bartrobbe (Erignathus barbatus) gehört zur Familie der Hundsrobben (Phocidae), die sich durch das Fehlen von äußeren Ohrmuscheln auszeichnen. In Deinem Garten wirst Du diesen Meeresbewohner im Normalfall nicht antreffen, da sein eigentlicher Lebensraum das arktische Packeis und flache Küstengewässer sind. Diese Tiere führen eine semi-aquatische (teils im Wasser, teils an Land lebende) Lebensweise und verbringen viel Zeit im kühlen Nass. Als Fleischfresser ernähren sie sich primär von verschiedenen Meerestieren, die sie bevorzugt am Meeresgrund aufspüren. Im Ökosystem nehmen sie eine wichtige Rolle als Prädatoren (Raubtiere) ein, die Bestände anderer Meeresbewohner regulieren. Da sie auf Meereis angewiesen sind, reagieren sie empfindlich auf klimatische Veränderungen. Für Deinen Garten bedeutet das, dass Du vor allem durch klimabewusstes Handeln zum Schutz ihres fernen Lebensraums beiträgst. Ein naturnaher Garten fördert generell die Biodiversität (Artenvielfalt), auch wenn dieser spezielle Gast dort keine Nahrung sucht. Achte auf den Schutz von Gewässern, da alle Wasserläufe letztlich in die Ozeane münden. So hilfst Du indirekt auch Arten, die weit entfernt in der Arktis leben.
Die Bartrobbe ist streng geschützt und für den Menschen bei gebührendem Abstand völlig harmlos. In der unwahrscheinlichen Situation einer Sichtung an der Küste solltest Du das Tier niemals bedrängen oder anfassen. Störungen während der Ruhephasen auf Land oder Eis können für die Tiere lebensbedrohlichen Stress bedeuten.
Die Bartrobbe (Erignathus barbatus) ist die einzige Art innerhalb ihrer Gattung und zählt taxonomisch zur Familie der Hundsrobben (Phocidae). Ihr Hauptverbreitungsgebiet umfasst die arktischen Meere, wobei sie als seltener Irrgast vereinzelt in der Nordsee auftaucht. Diese Tiere sind für ihre benthische (am Gewässerboden stattfindende) Nahrungssuche bekannt. Sie bevorzugen Regionen mit treibendem Eis, das ihnen als Ruheplatz und Plattform für die Jungenaufzucht dient.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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