Bild folgtKI-generierte IllustrationErinaceus concolor Martin, 1838
Auch bekannt als: Ostigel, Sidlicher WeiRbrustigel, Weißbrustigel
Der Nördliche Weißbrustigel (Erinaceus concolor) ist ein kompaktes Säugetier mit einem dichten Stachelkleid und einem charakteristischen weißen Fleck auf der Brust. Dieses Tier bevorzugt strukturreiche Gärten und Waldränder als seinen natürlichen Lebensraum. In der Dämmerung und Nacht wird er aktiv, um in deinem Garten auf Nahrungssuche zu gehen. Er ernährt sich als Insektenfresser (Tiergruppe, die sich primär von Insekten und anderen Wirbellosen ernährt) von Käfern, Larven und Würmern. Während der kalten Monate zieht er sich in ein gut isoliertes Nest zurück, um einen Winterschlaf (Zustand mit stark abgesenkter Körpertemperatur und Herzfrequenz) zu halten. Du kannst ihm helfen, indem du wilde Ecken mit Reisig- oder Laubhaufen in deinem Garten belässt. Ein solcher Unterschlupf bietet Schutz vor der Witterung und Fressfeinden. Störst du ihn in der Winterruhe nicht, leistest du einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. Als nützlicher Gast vertilgt er viele wirbellose Tiere, die sonst deine Gartenpflanzen schädigen könnten. Ein naturnaher Garten ohne Pestizide (Schädlingsbekämpfungsmittel) ist für ihn die sicherste Lebensgrundlage.
Dieser Igel ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt und darf nicht gestört oder gefangen werden. Im Winter ist es lebenswichtig, seine Nester unberührt zu lassen, da ein vorzeitiges Aufwachen seine Energiereserven aufbraucht. Bei Funden von verletzten Tieren solltest du eine fachkundige Igelstation oder einen Tierarzt konsultieren.
Der Nördliche Weißbrustigel gehört zur Familie der Igel (Erinaceidae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er erreicht eine Körperlänge von etwa 20 bis 30 Zentimetern. Diese Art ist eng mit dem Braunbrustigel verwandt, unterscheidet sich aber optisch durch die hellere Färbung der Brustpartie. Er lebt vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv als Einzelgänger. Sein Verbreitungsschwerpunkt liegt im östlichen Mitteleuropa und reicht bis in unsere Gärten.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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