Bild folgtKI-generierte IllustrationEriogaster catax
Auch bekannt als: Hecken-Wollafter, Heckenwollafter
An der dichten, fuchsroten bis braunen Behaarung und dem markanten weißen Punkt auf den Vorderflügeln lässt sich die Hecken-Wollafter (Eriogaster catax) sofort erkennen. In Deinem Garten ist dieser große Nachtfalter ein seltener und faszinierender Gast, der als Raupe polyphag (viele verschiedene Pflanzenarten fressend) lebt. Pro Jahr entwickelt sich nur eine einzige Generation. Die Weibchen legen ihre Eier im Herbst an Zweigen ab und bedecken sie mit einer schützenden Schicht aus Afterwolle. Im Mai schlüpfen die Raupen und leben zunächst gesellig in großen, seidigen Gespinsten. Sie fressen bevorzugt an heimischen Gehölzen wie der Schlehe (Prunus spinosa) oder dem Eingriffeligen Weißdorn (Crataegus monogyna). Während der Sommermonate wachsen sie heran, bis sie sich im August am Boden verpuppen. Da die erwachsenen Falter keine Nahrung mehr aufnehmen können, sind sie auf die Energiereserven aus ihrer Raupenzeit angewiesen. Du kannst die Art fördern, indem Du heimische Heckenstrukturen bewahrst und auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtest. Ein warmer, sonniger Standort mit dornigen Sträuchern bietet ihnen den idealen Lebensraum.
Die Hecken-Wollafter ist vollkommen harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Da die Art streng geschützt ist, darfst Du sie nicht fangen oder in ihrer Entwicklung stören. Ihre Anwesenheit zeigt Dir, dass Dein Garten einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leistet.
Die Hecken-Wollafter gehört zur Familie der Glucken (Lasiocampidae) innerhalb der Ordnung der Schmetterlinge. Sie ist in Mitteleuropa heimisch, kommt jedoch aufgrund ihrer Bindung an warme Mikroklimate nur lokal vor, beispielsweise in Gebieten der Schweiz. Mit einer Körpermasse von etwa 0,05 Gramm ist sie ein kräftig gebauter Falter. Die Männchen besitzen deutlich gekämmte Fühler, während die Weibchen meist etwas größer und plumper wirken. Ihr Vorkommen beschränkt sich oft auf strukturreiche Waldränder und naturnahe Gartenlandschaften mit altem Wildstrauchbestand.
Körpergröße
large
Nahrung
polyphagous
Überwinterung
egg
Temperatur
warm
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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