Bild folgtKI-generierte IllustrationErodium ciconium
Auch bekannt als: Erodium ciconium
An den auffallend lang geschnabelten Früchten lässt sich der Groß-Reiher-Schnabel (Erodium ciconium) sofort erkennen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass dieser kleine Überlebenskünstler gerade in heißen Sommern eine verlässliche Größe im Garten ist. Da er im Juni blüht, bereichert er das Nahrungsangebot für heimische Blütenbesucher genau dann, wenn viele Frühblüher bereits verblüht sind. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0.26 m drängt er sich nicht auf und passt perfekt in karge, sonnige Ecken. Wenn du Flächen hast, auf denen sonst kaum etwas gedeiht, solltest du ihm eine Chance geben. Du wirst staunen, wie gut er mit extremer Trockenheit zurechtkommt.
Ein filigraner Hitze-Spezialist mit beeindruckenden Fruchtschnäbeln für das Magerbeet.
Die ökologische Stärke dieser Art liegt in ihrer Anpassung an karge Lebensräume. Während ihrer Blütezeit im Juni dient sie als Anlaufstelle für Bestäuber, die in trockenen Habitaten nach Nektar und Pollen suchen. Ein besonderes Merkmal ist das geringe Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von nur 1.9295 mg. Nach aktuellen Daten ermöglicht dieses leichte Gewicht eine Fernausbreitung durch den Wind, wodurch die Pflanze auch isolierte Standorte im Gartenraum neu besiedeln kann. Als heimische Wildpflanze trägt sie zur Vernetzung trockener Biotopstrukturen in deinem Garten bei.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft. Das liegt vor allem an den langen, spitzen Fruchtschnäbeln, die bei Berührung oder beim Spielen unangenehm pieksen können. In Gärten mit kleinen Kindern solltest du sie daher lieber an Stellen pflanzen, die nicht als Spielfläche dienen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jun
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.255 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens sechs Stunden direkter Sonne am Tag.
Der Boden sollte mager, sandig und sehr gut durchlässig sein, um Staunässe zu vermeiden.
Pflanze den Reiher-Schnabel am besten im Frühjahr zwischen März und Mai oder im frühen Herbst.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 20 Zentimetern ein, damit die Rosetten ausreichend Platz haben.
Da die Pflanze nur 0.26 m hoch wird, ist sie ideal für den vorderen Rand eines sonnigen Beetes.
Eine Düngung ist nicht erforderlich, da die Art an nährstoffarme Standorte angepasst ist.
Die Vermehrung erfolgt meist von selbst über die leichten Samen, die durch den Wind verteilt werden.
Gute Partnerin: Die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – sie teilt die Vorliebe für trockene, magere Standorte und sorgt für eine ergänzende Blüte.
Der Groß-Reiher-Schnabel (Erodium ciconium) gehört zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae). In unserer Region besiedelt er bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie sandige Ruderalflächen (unbebautes Brachland). Er wächst als rein krautige Pflanze, die nicht verholzt und breitblättrige Laubblätter ausbildet. Mit einer Höhe von 0.26 m bleibt er bodennah. Besonders auffällig ist die Morphologie der Früchte, deren langer Schnabel bei Trockenheit Spannungen aufbaut, um die Samen effektiv zu verbreiten.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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