Bild folgtKI-generierte IllustrationErodium lebelii
Auch bekannt als: Drüsenreiherschnabel, Erodium lebelii
Unverwechselbar ist der Drüsige Reiherschnabel (Erodium lebelii) an seinen namensgebenden klebrigen Drüsenhaaren und den langen, schnabelartig geformten Teilfrüchten. Diese heimische Wildpflanze ist ein Spezialist für magere Standorte und bereichert deinen Garten durch ihre filigranen, rosafarbenen Blüten. Da sie ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist, hilft sie dir dabei, karge Gartenbereiche ökologisch aufzuwerten. Die Pflanze lebt in einer Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (Nutzpilze an den Wurzeln), was sie besonders widerstandsfähig macht. Wenn du sandige oder steinige Ecken im Garten hast, die du sinnvoll begrünen möchtest, ist dieser Reiherschnabel genau die richtige Wahl für dich.
Spezialist für sandige Böden: Der klebrige Pionier für deinen Naturgarten.
Dieser Reiherschnabel übernimmt eine wichtige Funktion als Spezialist auf nährstoffarmen Standorten. Durch seine Lebensweise als Schwachzehrer (Pflanze, die mit einem Minimum an gelösten Nährstoffen auskommt) besetzt er Nischen, die für die allgemeine Biodiversität im Garten wertvoll sind. Die Pflanze fördert durch ihre arbuskuläre Mykorrhiza (eine spezifische Form der Pilzsymbiose) ein gesundes Geflecht im Bodenleben. Da für diese konkrete Art keine spezifischen Daten zu Bestäubern vorliegen, konzentriert sich ihr ökologischer Wert auf die Bodenstabilisierung und die genetische Vielfalt heimischer Wildpflanzen auf Sandstandorten. Sie trägt dazu bei, das natürliche Spektrum der Storchschnabelgewächse in der Region zu erhalten.
Der Drüsige Reiherschnabel wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schweren Vergiftungen dokumentiert sind, sollte der Verzehr vermieden werden. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten am selben Standort besteht aufgrund der charakteristischen Fruchtform kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.24 m
Wähle für den Drüsigen Reiherschnabel einen vollsonnigen Standort aus.
Der Boden sollte ein Schwachzehrer-Substrat sein (magerer Boden mit wenig Stickstoff), damit die Pflanze nicht von wüchsigeren Nachbarn unterdrückt wird.
Achte auf eine frische (mäßig feuchte) Bodenbeschaffenheit, wobei Staunässe unbedingt zu vermeiden ist.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Da die Pflanze eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) eingeht, solltest du keinen mineralischen Dünger verwenden.
Eine Vermehrung erfolgt unkompliziert über die Selbstaussaat der schnabelartigen Früchte.
Ein Rückschnitt ist im Herbst nicht notwendig; die Pflanze zieht sich von selbst zurück oder bleibt in milden Wintern grün.
Gute Partnerin: Die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) – beide teilen die Vorliebe für sandige, nährstoffarme Böden und ergänzen sich optisch hervorragend.
Der Drüsige Reiherschnabel gehört zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae) und zur Ordnung der Storchschnabelartigen (Geraniales). In Deutschland ist er als indigene Art oder Archäophyt (alteingebürgerte Pflanze) anerkannt und besiedelt bevorzugt sonnige Standorte. Morphologisch fallen besonders die fein gefiederten Blätter und der drüsige Bewuchs auf, der als Verdunstungsschutz dient. Er wächst bevorzugt auf frischen (mäßig feuchten), aber nährstoffarmen Böden und wird auf der Roten Liste als ungefährdet geführt.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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