Bild folgtKI-generierte IllustrationErucastrum nasturtiifolium
Auch bekannt als: Erucastrum nasturtiifolium
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An ihren hellgelben Kreuzblüten und den charakteristisch fiederteiligen Blättern fällt die Stumpfkantige Hundsrauke (Erucastrum nasturtiifolium) sofort auf. Diese heimische Pflanze ist ökologisch wertvoller, als ihr schlichter Name vermuten lässt. Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist sie ein wichtiger Nektarspender für den Mauerfuchs (Lasiommata megera). Wenn du einen sonnigen Platz mit frischem Boden in deinem Garten frei hast, bietet sie eine verlässliche Nahrungsquelle über den Hochsommer hinweg. Sie lässt sich unkompliziert integrieren und verzeiht auch kleine Pflegefehler. Mit dieser Wahl tust du aktiv etwas für den Erhalt unserer regionalen Artenvielfalt.
Wilde Weide für den Mauerfuchs: Vier Monate gelbe Blütenpracht.
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Als heimischer Kreuzblütler bietet die Stumpfkantige Hundsrauke über den gesamten Sommer hinweg Nahrung. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie eine wichtige Anlaufstelle für den Mauerfuchs (Lasiommata megera). Die gelben Blüten produzieren Nektar und Pollen, die in der Zeit von Mai bis August zur Verfügung stehen. In den Wintermonaten dienen die Samen in den trockenen Schoten als wertvolles Futter für Vögel. Ihre Wurzeln gehen eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) ein, was den Austausch von Nährstoffen im Boden fördert und die Vitalität der Pflanze sowie der Nachbarpflanzen stärkt.
Die Pflanze wird in Datenbanken als nicht kindersicher eingestuft, weshalb du sie außerhalb der Reichweite von Kleinkindern pflanzen solltest. Zwar ist sie nicht unmittelbar hochgiftig, doch können die enthaltenen Senföle bei Verzehr Schleimhautreizungen verursachen. Eine Verwechslung mit dem giftigen Jakobskreuzkraut (Senecio jacobaea) ist durch die völlig andere Blütenform ausgeschlossen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.41 m
Wähle für die Stumpfkantige Hundsrauke einen Platz in der vollen Sonne aus.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, was bedeutet, dass er nicht austrocknen, aber auch keine Staunässe bilden sollte.
Sie gedeiht am besten in normalem Gartenboden mit mittlerem Nährstoffgehalt.
Pflanze sie am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November ein.
Achte darauf, dass der Boden zum Pflanzzeitpunkt offen und nicht gefroren ist.
Nach dem Anwachsen benötigt sie kaum Pflege und kommt ohne zusätzlichen Dünger aus.
Lasse die verblühten Triebe im Herbst unbedingt stehen, damit sie sich versamen kann.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die reifen Samen im Spätsommer.
Sollte sie dir zu groß werden, kannst du sie nach der Blüte leicht zurückschneiden.
Gute Partnerin: Die Wilde Möhre (Daucus carota) – beide teilen ähnliche Standortansprüche und fördern gemeinsam als heimische Dolden- und Kreuzblütler die lokale Insektenwelt.
Die Stumpfkantige Hundsrauke gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt sonnige Standorte auf frischen, mäßig nährstoffreichen Böden. Du erkennst sie an ihren vierzähligen Blüten und dem kantigen, oft leicht behaarten Stängel, der namensgebend stumpf geformt ist. Als Archäophyt (eine Pflanzenart, die vor 1492 eingeführt wurde) gehört sie fest zum Inventar unserer Kulturlandschaft. Die Pflanze bildet eine Pfahlwurzel aus, mit der sie eine AM-Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen) eingeht.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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