Bild folgtKI-generierte IllustrationEryngium giganteum
Auch bekannt als: Elfenbein-Mannstreu, Eryngium giganteum
An ihren silbrig-weißen, fast metallisch glänzenden Hochblättern lässt sich die Elfenbeindistel (Eryngium giganteum) sofort erkennen. Diese umgeben die walzenförmigen Blütenstände wie ein wehrhafter, stacheliger Kragen und machen sie zu einer architektonischen Besonderheit in deinem Garten. Da sie nach der Blüte abstirbt, ist sie für eine dynamische Gartenkultur wichtig, da sie sich über Selbstaussaat immer wieder neue Plätze sucht. Ihre Blüten bieten reichlich Nektar für Insekten, während die Samenstände im Winter eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel darstellen. Durch ihren aufrechten Wuchs bringt sie Struktur in sonnige Beete, die bis weit in den Winter erhalten bleibt. Wenn du einen trockenen, sonnigen Platz hast, wird diese Pflanze dich mit ihrer unaufdringlichen Eleganz begeistern.
Silberner Blickfang auf 0,8 m: Die Elfenbeindistel für trockene Sonnenbeete.
Mit ihrer Blütezeit von Juni bis September schließt die Elfenbeindistel eine wichtige Lücke im sommerlichen Nahrungsangebot. Als Doldenblütler bietet sie leicht zugänglichen Nektar, der besonders für Insekten mit kurzen Mundwerkzeugen gut erreichbar ist. Die Samen haben ein Gewicht von 6,6 mg, was sie zu schweren Diasporen (Ausbreitungseinheiten) macht. Diese verbreiten sich meist über kurze Distanzen oder werden gelegentlich durch Tiere verschleppt. Im Winter sind die harten Samenstände eine wertvolle Futterquelle für Vögel, die die ölreichen Samen herauspicken. Da die Stängel sehr standfest sind, bieten sie zudem Überwinterungsmöglichkeiten für markbohrende Insekten, wenn man sie über die kalte Jahreszeit stehen lässt.
Die Elfenbeindistel ist aufgrund ihrer harten und sehr spitzen Dornen an Blättern und Blütenständen nicht kindersicher. Berührungen können leicht zu schmerzhaften Stichen oder kleinen Rissen in der Haut führen. Es empfiehlt sich, die Pflanze mit ausreichend Abstand zu Gehwegen oder Spielbereichen zu setzen und bei Pflegearbeiten feste Gartenhandschuhe zu tragen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Sep
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.8 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort, idealerweise einen Platz mit mehr als sechs Stunden direkter Sonne pro Tag.
Der Boden muss durchlässig sein; mische bei schweren Böden reichlich Sand oder Kies unter, um Staunässe zu vermeiden.
Setze die Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst in die Erde.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 40 bis 50 Zentimetern ein, damit sich die Rosetten gut entwickeln können.
Verzichte auf Düngergaben, da die Art an nährstoffarme Standorte angepasst ist.
Schneide die verblühten Stände im Herbst nicht ab, damit die Samen für die natürliche Verjüngung ausreifen können.
Die Pflanze ist ein Kaltkeimer; die Samen benötigen den Frost im Winter, um im nächsten Jahr keimen zu können.
Gute Partnerin: Die Wegwarte (Cichorium intybus) – beide bevorzugen trockene, magere Standorte und ergänzen sich farblich hervorragend.
Die Elfenbeindistel (Eryngium giganteum) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist ursprünglich in den Gebirgsregionen des Kaukasus beheimatet. In Mitteleuropa findet man sie häufig in naturnahen Gärten auf Freiflächen mit Steppen-Charakter oder in trockenen Staudenrabatten. Als krautige Pflanze erreicht sie eine Wuchshöhe von exakt 0,8 m und bildet im ersten Jahr eine Blattrosette, aus der im Folgejahr der verzweigte Blütenstand austreibt. Die gesamte Pflanze ist nicht verholt und zeichnet sich durch ihre breitblättrigen, am Rand dornig gezähnten Laubblätter aus. Ihre silbrige Färbung dient als wirksamer Verdunstungsschutz an vollsonnigen Standorten.
2 Videos zu Eryngium giganteum
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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