Bild folgtKI-generierte IllustrationErysimum repandum
Auch bekannt als: Sparriger Schöterich
Wer den Spreiz-Schöterich einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Auffällig sind die weit abstehenden, bis zu zehn Zentimeter langen Schotenfruchtkapseln, die nach der Blüte wie kleine Antennen vom Stängel ragen. Als stark gefährdete Art der Roten Liste (Stufe 2) ist diese Pflanze ein echter Schatz für deinen Garten, da sie in der freien Natur kaum noch zu finden ist. Sie zählt zu den Archäophyten (Pflanzen, die bereits vor 1492 durch menschlichen Einfluss eingeführt wurden) und bringt ein Stück botanische Zeitgeschichte in dein Beet. Wenn du einen sonnigen, eher trockenen Platz hast, leistest du mit dieser Art einen aktiven Beitrag zum Artenschutz. Du wirst sehen, wie die Pflanze mit ihren gelben Blüten im Frühsommer Struktur und ökologischen Wert in deine Pflanzung bringt.
Rote-Liste-Rarität: Hol dir ein Stück bedrohte Naturgeschichte in den Garten.
Aufgrund ihrer Seltenheit und des Status auf der Roten Liste 2 ist die Pflanze ein wertvoller Baustein für die regionale Biodiversität. Sie blüht in den Monaten Mai bis Juli und schließt damit eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot des Hochsommers. Da für diese spezielle Art aktuell keine spezifischen Bestäuberdaten in der Datenbank vorliegen, ist ihre Bedeutung vor allem im Erhalt der genetischen Vielfalt unserer heimischen Flora zu sehen. Die Samenstände sollten über den Winter stehen bleiben, um als Struktur für überwinternde Insekten zu dienen.
Die Pflanze ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Wie viele Kreuzblütengewächse enthält sie Stoffe, die bei Verzehr unbekömmlich sein können. Achte daher darauf, dass Kinder oder Haustiere nicht an der Pflanze knabbern. Eine Verwechslung mit stark giftigen Arten im Garten ist bei genauer Betrachtung der waagerechten Schoten unwahrscheinlich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.2 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz aus. Die Pflanze liebt Licht und Wärme.
Boden: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ist ideal. Der Boden sollte trocken sein und keine Staunässe bilden.
Pflanzzeit: Du kannst den Schöterich im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) pflanzen, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Die Pflanze ist sehr genügsam. Düngen ist in normalem Boden nicht nötig, da sie an mäßig nährstoffreiche Bedingungen angepasst ist.
Vermehrung: Da sie oft nur kurzlebig ist, solltest du die Schoten ausreifen lassen. Sie sät sich an offenen Bodenstellen gerne selbst wieder aus.
Kombinationsempfehlung: Ein guter Partner ist der Klatschmohn (Papaver rhoeas). Beide sind typische Ackerwildkräuter, teilen sich die Vorliebe für sonnige Standorte und ergänzen sich optisch durch das Zusammenspiel von Gelb und Rot.
Der Spreiz-Schöterich (Erysimum repandum) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt Ruderalstandorte (vom Menschen geprägte Rohbodenflächen) sowie trockene Äcker. Die Pflanze wächst meist ein- oder zweijährig und erreicht Wuchshöhen von etwa 15 bis 50 Zentimetern. Typisch für die Gattung sind die vier kreuzweise angeordneten, gelben Kronblätter und die markanten, waagerecht abstehenden Schoten, die die Pflanze im Reifezustand unverwechselbar machen.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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